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Marco Simoncelli: Schockierendes Amateurvideo aufgetaucht

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Sanitäter ließen Simoncelli von der Trage fallen

26.10.2011, 15:27 Uhr | t-online.de

Marco Simoncelli: Schockierendes Amateurvideo aufgetaucht. Die Ersthelfer waren bei der Rettung Simoncellis offenbar überfordert. (Quelle: imago)

Die Ersthelfer waren bei der Rettung Simoncellis offenbar überfordert. (Quelle: imago)

Skandal bei der Erstversorgung des in Malaysia tödlich verunglückten Motorrad-Piloten Marco Simoncelli: Wie ein im Internet aufgetauchtes Amateurvideo zeigt, haben Sanitär und Helfer bei der Bergung gleich mehrfach lebensrettende Maßnahmen missachtet.

Wie auf dem Video zu sehen ist, heben die Streckenposten zunächst den leblosen Körper - offenbar ohne die gebotene Stabilisierung der Wirbelsäule - auf eine Trage. Dann das Unglaubliche: Auf dem Weg zum Krankenwagen, der auch noch hinter einer Leitplanke auf einer Wiese parkt, lassen die Sanitäter den 24-Jährigen aus rund einem Meter Höhe fallen. Einer von ihnen war anscheinend ins Stolpern geraten. Simoncellis Körper landete auf dem Boden, wurde dann hastig wieder aufgehoben und in den Rettungswagen gebracht.

Experte: Verletzungen können sich verstärken

Hatte sich der kritische Zustande des Italieners, der im Rennen kurz nach dem Start bei 150 km/h gestürzt und anschließend von zwei Kollegen überrollt worden war, durch diesen völlig unnötigen Zwischenfall noch einmal verschlimmert? Wie es heißt, soll der 24-Jährige, der sich bei seinem Unfall schwerste Kopf-, Nacken- und Brustverletzungen zuzog, erst im Krankenwagen einen Herzstillstand erlitten haben. Die genaue Todesursache steht noch nicht fest.

Die "Bild"-Zeitung zitiert Dr. Heinzpeter Moecke vom Institut für Notfallmedizin der Asklepios Kliniken in Hamburg mit den Worten: "Wenn ein Mensch mit schweren Kopfverletzungen aus einem Meter stürzt, kann das die Verletzungen noch verstärken und im schlimmsten Fall auch zum Tode führen."

Streckenbetreiber: Schnell und professionell gehandelt

Auf dem eineinhalbminütigen Clip ist zudem kein Arzt zu sehen, der sich um Simoncelli kümmert. Dessen Vater Paolo, der unmittelbar nach dem Unglück mit einem Motorroller an den Unfallort geeilt war, findet die ganze Diskussion unsinnig: "Marco war schon tot, als er weggetragen wurde."

Der Streckenbetreiber in Sepang beteuert derweil, bei der Rettung alles richtig gemacht zu haben. In einer Erklärung heißt es: "Beim Rennen handelte das Streckenpersonal schnell und professionell, um sich Marco nach dem Unfall so schnell wie möglich zu widmen. Obwohl alles getan wurde, konnten die Mediziner aufgrund der Schwere der Verletzungen nichts am Ausgang der Situation ändern.“ Schaut man sich das Video an, klingen diese Worte wie Hohn.

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