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Marco Simoncelli: Tausende Fans nahmen Abschied von ihrem Idol

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"Jetzt wirst Du mit den Engeln Motorrad fahren"

31.10.2011, 10:14 Uhr | sid, dpa, t-online.de

Marco Simoncelli: Tausende Fans nahmen Abschied von ihrem Idol. Sarg und Motorrad von Marco Simoncelli in der Kirche seiner Heimat in Coriano/Italien. (Quelle: Reuters)

Sarg und Motorrad von Marco Simoncelli in der Kirche seiner Heimat in Coriano/Italien. (Quelle: Reuters)

Tausende Fans haben Marco Simoncelli bei einer bewegenden Trauerfeier in seinem Heimatort Coriano die letzte Ehre erwiesen. Sie verfolgten den Trauergottesdienst für den beim Großen Preis von Malaysia tödlich verunglückten Motorrad-Weltmeister auf Video-Leinwänden vor der Kirche von Coriano und auf der nahen Rennstrecke von Misano Adriatico bei Rimini.

Als der mit weißen Blumen geschmückte Sarg in die Kirche getragen wurde, brandete immer wieder Applaus auf. Die Fans des im Alter von 24 Jahren verstorbenen Rennfahrers legten auf dem Kirchvorplatz Blumen, Briefe und Fahnen mit seiner Startnummer 58 nieder. Sie rollten Plakate mit Fotos von Simoncelli aus und ließen Luftballons aufsteigen. "Ciao Marco, jetzt wirst Du mit den Engeln Motorrad fahren", war auf einem Spruchband zu lesen.

Italienisches Fernsehen überträgt live

Bei der Trauerfeier in der Kirche, die im italienischen Fernsehen live übertragen wurde, waren neben der Familie und Freunden zahlreiche Kollegen aus der Motorsportszene. Zu den Trauergästen zählte auch Rennfahrerkollege und Freund Valentino Rossi. Er hatte dem am Sonntag beim MotoGP-Lauf in Sepang in der zweiten Runde gestürzten Simoncelli wie Colin Edwards (USA) nicht mehr ausweichen können und seinen Landsmann überfahren. Die italienische Regierung repräsentierten Jugend-Ministerin Giorgia Meloni und Sport-Staatssekretär Rocco Crimi.

Zwei Motorräder neben dem Altar

Den Trauergottesdienst hielt der Bischof von Rimini, Francesco Lambiasi. "Jetzt stehst Du auf dem höchsten Podest", sagte der Bischof in seiner Predigt. Auf Simoncellis Sarg lag der Helm des Piloten. Neben dem Altar standen zwei Motorräder, eine Gilera 250 und eine Honda, mit denen er Rennen bestritten hatte.

Valentino Rossi schob einer der Rennmaschinen nach der Trauerfeier aus der Kirche. Danach wurde Simoncellis Sarg zu den Klängen seines Lieblingslieds des italienischen Rock-Musiker Vasco Rossi aus der Kirche getragen und für einige Minuten zwischen seinen Fans abgestellt. Viele waren in Rennanzügen gekommen. Tags zuvor hatten sich bereits mehr als 20.000 Menschen von dem im städtischen Theater aufgebahrten Simoncelli verabschiedet.

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