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Olympiasieger-Pferd von Eric Lamaze stirbt durch Aorta-Abriss

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Pferdesport  

Olympiasieger-Pferd stirbt durch Aorta-Abriss

10.11.2011, 17:26 Uhr | sid, dpa, dapd

Olympiasieger-Pferd von Eric Lamaze stirbt durch Aorta-Abriss. Jockey Eric Lamaze mit seinem Pferd Hickstead. (Foto: imago)

Jockey Eric Lamaze mit seinem Pferd Hickstead. (Foto: imago)

Das Weltklasse-Pferd Hickstead des kanadischen Olympiasiegers Eric Lamaze ist durch einen Aorta-Abriss gestorben. Das ergab das vorläufige Obduktionsergebnis, das die internationale Reiterliche Vereinigung FEI auf ihrer Homepage bekannt gab. Der 15 Jahre alte Hengst war beim Weltcupspringen in Verona zusammengebrochen und noch in der Arena verendet.

Tausende Zuschauer und die versammelte Weltelite der Springreiter erlebten das Drama in der Halle. Das Springen wurde daraufhin abgebrochen, dem toten Vierbeiner mit einer Schweigeminute gedacht.

"Er war das beste Pferd der Geschichte"

Nach dem Tod seines Weltklassepferdes denkt Lamaze über ein mögliches Ende seiner Karriere nach. "Er war das beste Pferd in der Geschichte, und vielleicht wird es nie wieder einen wie ihn geben", sagte der sichtlich erschütterte Kanadier bei einer Pressekonferenz in Toronto. Selbst im Tod sei das Pferd noch um die Sicherheit seines Reiters bemüht gewesen, sagte Lamaze mit Tränen in den Augen: "Er ist so gefallen, dass er mich dabei nicht verletzen konnte. Er wollte, dass ich okay bin, am Ende lag er direkt neben mir." Hickstead habe seine Karriere und sein Leben verändert: "Und er hat mir alles bedeutet."

Wie geht es weiter?

In der Reiterei sei es anders als in den meisten übrigen Sportarten. "Man entscheidet sich für den Sport, weil man ihn liebt, aber ein Reiter entscheidet sich auch deshalb dafür, weil er das Tier liebt", sagte er: "Wenn ein Pferd stirbt, ist das etwas anderes, als wenn beim Hockey oder beim Tennis ein Schläger zu Bruch geht." Lamaze hat nun bis zum 31. Dezember Zeit, um im Hinblick auf die Olympischen Spiele in London einen Nachfolger für Hickstead zu finden. "Wir haben zwar ein paar hervorragende Pferde im Stall, die gut genug für Olympia sind, aber nicht gut genug für eine Medaille", gab der 43-Jährige zu. Lamaze will in den nächsten Wochen entscheiden, ob er in London antreten oder seine Karriere beenden wird

Welt der Springreiter steht unter Schock

"Der plötzliche Verlust eines Pferdes, vor allem aber eines mit diesem Charakter und der Geschichte wie Hickstead ist für jeden ein Schock", sagte FEI-Chefveterinär Graeme Cooke. Die Gedanken seien bei Lamaze und Hicksteads Mitbesitzer John Fleischhacker. Der Aorta-Abriss habe rasch zum Herzversagen geführt. "Dies ist ein ungewöhnlicher Vorfall im Springen." Die FEI kündigte noch weitere Untersuchungen an, um möglicherweise die Ursache für den Aorta-Abriss herauszufinden. Mit dem Ergebnis sei allerdings erst in einigen Wochen zu rechnen.

Goldmedaille in Peking

Hickstead war das wohl beste Springpferd der letzten Jahre. Bei den Olympischen Spielen 2008 ritt Lamaze mit dem Hengst zur Goldmedaille. 2010 trug Hickstead den Kanadier, der sich im Parcours das Bein gebrochen hatte, zum Sieg beim CHIO in Aachen. Für Lamaze war der Erfolg mit Hickstead nach einer schwierigen Zeit mit Kokain- und Dopingvorwürfen ein Neuanfang.

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