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Joe Paterno als Trainer von Penn State entlassen

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Trainerlegende Joe Paterno entlassen

11.11.2011, 21:20 Uhr | t-online.de

Joe Paterno als Trainer von Penn State entlassen. Joe Paterno war seit 1966 als Cheftrainer für Penn State tätig.  (Quelle: Reuters)

Joe Paterno war seit 1966 als Cheftrainer für Penn State tätig. (Quelle: Reuters)

Eine Serie vertuschter sexueller Missbrauchsfälle hat in den USA die Pennsylvania State University erschüttert. Der Präsident der renommierten Hochschule, Graham Spanier, sowie ihr legendärer Football-Trainer Joe Paterno wurden entlassen, nachdem der Skandal in den Vortagen ans Tageslicht gekommen war. Jerry Sandusky, ein Assistent des Trainers, soll mehrere Jungen missbraucht haben, mindestens einer davon erst zehn Jahre alt. Medienberichten zufolge war Paterno und anderen Verantwortlichen dies bekannt. Sie hätten es aber unterlassen, die Polizei einzuschalten.

Bei den mindestens acht Fällen, die sich von 1994 bis 2009 und zum Teil in den Räumen der Uni ereignet hätten, ist von Vergewaltigung die Rede. Wenigstens ein konkreter Missbrauch sei dem Unipräsidenten und dem Cheftrainer vor neun Jahren zur Kenntnis gelangt. Ihnen selbst wird zwar von den Justizbehörden kein Versuch der Vertuschung zur Last gelegt, aber zwei Mitarbeiter sind ins Kreuzfeuer der Ermittler geraten. Sie sollen Untersuchungen mit Falschaussagen behindert haben.

Abschied unter Tränen

Paterno sagte, dass er sich zwar erinnern könne, dass ihm ein Vertrauter von unangemessenen Handlungen berichtet hatte. Die Tragweite sei ihm aber damals nicht bewusst gewesen. Von einer Vergewaltigung habe er nichts gewusst. Der 85-Jährige, mit über 400 Siegen als einer der erfolgreichsten College-Trainern überhaupt, verabschiedete sich unterdessen unter Tränen von seiner Mannschaft.

Studenten der Penn State versammeln sich zur Unterstützung von Joe Paterno auf dem Campus der Universität.  (Quelle: Reuters)Studenten der Penn State versammeln sich zur Unterstützung von Joe Paterno auf dem Campus der Universität. (Quelle: Reuters) Auf dem Campus der "Penn State" und vor dem Haus von Paterno kam es zu spontanen Solidaritätsbekundungen von etwa 2000 Studenten und Studentinnen, die sich unablässig "We want Joe back" skandierten. Dabei kam es vereinzelt zu Ausschreitungen. Unter anderem wurde der Wagen eines Fernsehsenders zerstört.

Sandusky bestreitet alle Vorwürfe

Der des Kindesmissbrauchs beschuldigte Assistenztrainer Sandusky war vorige Woche zunächst verhaftet und gegen Kaution wieder freigelassen worden. Er weist alle Anschuldigungen zurück. Er war bereits 1999 in den Ruhestand gegangen, hatte danach aber noch ungehinderten Zugang zum Sportgelände der Uni. Der Fall erregt auch deshalb viel Aufsehen in den USA, weil das Footballteam der Penn State eines der erfolgreichsten des Landes ist und von dem Trainer seit mehr als 40 Jahren geführt worden war.

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