Startseite
Sie sind hier: Home > Sport >

Olympia 2012: Fünf Gewichtheber kämpfen um drei Olympia-Tickets

...
t-online.de ist ein Angebot der Ströer Content Group

Fünf Gewichtheber kämpfen um drei Olympia-Tickets

14.11.2011, 11:34 Uhr | dapd

Olympia 2012: Fünf Gewichtheber kämpfen um drei Olympia-Tickets. Almir Velagic (li.) und Matthias Steiner sind Deutschlands Vorzeige-Gewichtheber. (Quelle: imago)

Almir Velagic (li.) und Matthias Steiner sind Deutschlands Vorzeige-Gewichtheber. (Quelle: imago)

Die gute Nachricht nach der Weltmeisterschaft in Paris: Drei deutsche Gewichtheber und zwei Gewichtheberinnen dürfen die Reise zu den Olympischen Spielen Spielen nach London antreten. Die schlechte: Ohne den erneut verletzten Peking-Olympiasieger Matthias Steiner waren die Deutschen nur zweite Wahl. Einzig Superschwergewichtler Almir Velagic drang als Neunter in die Phalanx der Top Ten ein.

Trotzdem herrscht Zufriedenheit im deutschen Lager. "Wir sind definitiv mit drei Männern und zwei Frauen in London dabei, ich bin so stolz auf das gesamte Team", sagte Cheftrainer Frank Mantek nach dem am Ende gelungenen Drahtseilakt seiner Truppe.

Zuletzt wurde das Team von einer Serie unglücklicher Verletzungen heimgesucht. Steiner hatte sich Anfang September bei einem Trainingswettkampf im französischen Vittel einen Sehneneinriss im Knie zugezogen und befindet sich inzwischen nach Operation in der Rehabilitation. Ex-Europameister Jürgen Spieß und Leichtgewichtler André Winter fielen ebenso verletzt aus wie kurzfristig in Paris auch noch Superschwergewichtler Alexander Prochorow.

Steiner erhebt Doping-Vorwürfe

Zum Abschluss des Championats im Disneyland vor den Toren der französischen Hauptstadt krönte sich der iranische Titelverteidiger Behdad Salimikordasiabi mit 464 Kilogramm im Zweikampf und dem neuen Weltrekord im Reißen von 214 Kilogramm zum stärksten Mann der Welt. Bei den Frauen gewann Zhou Lulu (China) das Superschwergewicht mit Zweikampf-Weltrekord von 328 Kilogramm. Doch Steiner zweifelte bei Eurosport an der Rechtmäßigkeit des Männer-Ergebnisses. "Wenn ein Land wie der Iran in den letzten Jahren mit mehr als zehn positiven Dopingfällen aufgefallen ist, dann muss man das immer wieder erwähnen. Ziemlich viele Heber bewegen sich auf einem Niveau und dann marschiert Einer so weit vorneweg. Die werden irgendwann wieder erwischt."

Zum Glück lieferte am Schlusstag der WM 130-Kilo-Recke Almir Velagic einen hervorragenden Wettkampf ab. Der Vizeeuropameister von 2009 aus Speyer übertraf mit 411 Kilogramm (Reißen 183 Kilogramm + Stoßen 228 Kilogramm) klar die nationale Olympianorm, wurde Neunter im Zweikampf und Sechster im Stoßen. "Es ist für mich eine riesige Erleichterung, das für die Mannschaft geschafft zu haben, zumal ich vor einem Jahr bei der WM in Antalya wegen einer Verletzung ohne Punkte geblieben bin", sagte Velagic. Die Resultate der WM 2010 in der Türkei gingen ebenso in die olympischen Qualifikationsrangliste ein wie jene aus Paris. Die deutsche Männermannschaft kam dank der Velagic-Punkte noch knapp innerhalb der besten 24 Nationen ein und damit in den Genuss von drei London-Plätzen.

Fünf Männer kämpfen um drei Olympia-Tickets

Vor Velagic hatte auch Tom Schwarzbach aus Chemnitz als 12. des Zweikampfes in der Klasse bis 85 kg die Norm geschafft und hätte beinahe im Stoßen Bronze gewonnen. "Diese 205 kg waren für mich der Höhepunkt der WM, Tom hat die sich ihm bietende Chance genutzt", sagte Mantek. Auch Steiner und Spieß hatten im Vorfeld bereits die Norm gehoben, dem in Paris auf Platz 14 ordentlich klassierten Jakob Neufeld (Obrigheim) fehlen nur noch vier Kilo. "Jetzt können wir entspannt für Olympia planen, doch unsere Männer werden im Kampf um die interne Qualifikation im nächsten Jahr noch aufeinanderprallen", kündigte Mantek angesichts der mindestens fünf Kandidaten für die drei Olympiatickets an.

Bei den Frauen landete die Chemnitzer Superschwergewichtlerin Kathleen Schöppe in der abschließenden Entscheidung der Klasse über 75 kg mit 237 Kilogramm im Zweikampf auf dem 15. Platz. Die beste Einzelleistung lieferte die Olympia-Siebte Julia Rohde (Görlitz) als 14. in der Klasse bis 58 Kilogramm ab. Zum ersten Mal in der olympischen Geschichte des Frauengewichthebens dürfen in London zwei deutsche Teilnehmerinnen auf die Heberbühne treten. In Sydney bei der Premiere und danach auch in Athen sowie Peking war dem Bundesverband Deutscher Gewichtheber (BVDG) jeweils per Wild Card immer nur ein Platz zugestanden worden.

Liebe Leser, bitte melden Sie sich an, um diesen Artikel kommentieren zu können. Mehr Informationen.
Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre Adresse an.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht

Wählen Sie aus dem Pull-Down-Menü Ihren gewünschten Ansprechpartner aus. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail
Anzeige
Video des Tages
Dumme Idee 
Sprung auf Hai zeugt nicht gerade von Intelligenz

Diese Aktion hätte auch gerne in die Hose gehen können. Video

Anzeige

Shopping
Shopping
Auf flachen Sohlen - Schuhe für die kühle Jahreszeit

Angesagte Stiefel, trendige Schnürer, klassische Stiefeletten u.v.m. jetzt entdecken bei BAUR.

Shopping
Mit dem Multitalent wird jedes Kochen zum Erlebnis

Krups Multifunktions-Küchenmaschine HP5031: Ihr Partner für kreative Kochideen! bei OTTO.de

tchibo.deOTTObonprix.deESPRITC&ACECILzalando.dedouglas.deKlingel.de
Sport von A bis Z

Anzeige
shopping-portal