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Formel 1: Weltmeister Vettel wurde mit einem Kelch abgefertigt

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Weltmeister Vettel: "Ich wollte ihn nicht einmal mit nach Hause nehmen"

20.11.2011, 12:35 Uhr | t-online.de, Motorsport-Total.com

Formel 1: Weltmeister Vettel wurde mit einem Kelch abgefertigt. Sebastian Vettel nimmt einen großen Schluck aus dem Siegerpokal in Indien. (Quelle: imago)

Sebastian Vettel nimmt einen großen Schluck aus dem Siegerpokal in Indien. (Quelle: imago)

Jeder kennt die Bilder: Sebastian Vettel steht nach einem erfolgreichen Formel-1-Rennen ganz oben auf dem Podium, die Kleidung durchtränkt von teurem Champagner, ein breites Lächeln im Gesicht - und in der Hand einen riesigen Siegerpokal. Doch das war nicht immer so. Vettels erster Pokal war alles andere als beeindruckend.

"Ich erinnere mich an meinen allerersten Sieg in einem Go-Kart-Rennen", sagte Vettel in einem Interview mit "formula1.com". "Ich habe die Siegerehrung enttäuscht verlassen. Ich wurde mit einem Kelch abgefertigt."

"Unterm Strich diejenige, für die wir Rennen fahren"

Bis dahin kannte Vettel nur die Siegerehrungen für die "richtigen Rennfahrer" im Fernsehen. "Die haben auf dem Podest Lorbeerkränze bekommen", erklärte Vettel. Die Enttäuschung über seinen Preis war groß: "Ich wollte meinen Kelch nicht einmal mit nach Hause nehmen."

Doch das war schnell vergessen, der Deutsche wurde vom Sammelfieber gepackt. "Ich begann, Trophäen peinlich genau zu sammeln." Und eine sticht dabei immer wieder heraus: "Die Meisterschafts-Trophäe. Unterm Strich ist es diejenige, für die wir Rennen fahren."

Vettels Top-3-Siege in der laufenden Saison

In der laufenden Saison konnte sich Vettel bereits über elf neue Siegerpokale freuen, die Trophäe für den Meistertitel wird nach Ende der Saison noch dazukommen. Drei Siege hatten für ihn dabei einen besonderen Status: Monaco, Monza und Singapur. In den engen Gassen von Monaco verhalf eine überraschende Taktik zum Sieg, Singapur hält der Weltmeister für eines der schwierigsten und anspruchsvollsten Rennen der Saison.

Und dann war da noch Monza. Hier holte er 2008 seinen ersten Formel-1-Sieg im damals unterlegenen Toro Rosso. "Nach drei Jahren wieder an der selben Stelle auf dem Podium zu stehen, an der ich zum ersten Mal Formel-1-Champagner probieren konnte, war beeindruckend."

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