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Hockey-EM: Deutsche Teams jubeln

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Deutschland wird zweimal Europameister

15.01.2012, 16:29 Uhr | dpa

Hockey-EM: Deutsche Teams jubeln. Stefanie Schneider und Rebecca Landshut jubeln über den EM-Titel. (Quelle: dapd)

Stefanie Schneider und Rebecca Landshut jubeln über den EM-Titel. (Quelle: dapd)

Was für ein Tag für Hockey-Deutschland: In zwei dramatischen Endspielen haben Deutschlands Hockey-Asse die Hallen-EM-Titel zurückerobert. Die Zeit ihrer selbstverständlichen Triumphe ist aber vorbei. "Das ist längst kein Abonnementstitel mehr, den man so im Vorübergehen mitnimmt. Wir haben ständig ein hartes Stück Arbeit an der Backe gehabt", betonte Herren-Trainer Markus Weise. Durch das 4:0 (1:0) im Endspiel über Tschechien war seine Mannschaft zum 13. Mal bei einer Hallen-EM erfolgreich, nachdem sie zuletzt zweimal leer ausgegangen waren. "Alle Jungs, die hier waren, wollten diesen Titel unbedingt. Dazu war auch heute noch mal eine Energieleistung nötig", stellte Erfolgscoach Weise klar.

Die Damen hatten zuvor mit 3:2 im dramatischen Siebenmeterschießen gegen Weißrussland sogar ihr 14. kontinentales Championat unter dem Hallendach perfekt gemacht. Matchwinnerinnen waren Kerstin Holm mit dem siegbringenden Siebenmeter-Torschuss und Torfrau Karoline Amm, die gleich drei Versuche der Weißrussinnen abwehren konnte. "Mir ist ein ganzes Gebirge vom Herzen gefallen", sagte Torjägerin Dinah Grote.

Tore am Fließband

Mit 32 Turniertoren in fünf Spielen sorgten gerade die DHB-Herren dafür, dass die Fans in der Leipzig Arena auf ihre Kosten kamen. Gegen die aufstrebenden Tschechen war allerdings langer Atem nötig. Denn nach Tobias Haukes 1:0 (15.) besorgten Matthias Witthaus (32.), Thilo Stralkowski (36.) und Benjamin Wess (38.) erst gegen Ende des Finales die Entscheidung.

Trainer findet Haar in der Suppe

Begeisterung pur entfachte das Damen-Finale wegen seiner Dramatik: U21-Coach Marc Herbert wechselte Lokalmatadorin Amm extra für das Siebenmeterschießen ein - und die war dreimal zur Stelle. Als Yulia Mikheitschyk dann über Amms Gehäuse zielte, blieb Holm eiskalt und vollendete zum Sieg. "Ich habe verdrängt, dass es der entscheidende Siebenmeter ist", sagte sie überglücklich. Trainer Herbert monierte: "Ich hätte nicht gedacht, dass wir so viele Siebenmeter verschießen."

Dass es soweit kommen konnte, war weniger einer starken Leistung als vielmehr der tollen Moral des Teams zu verdanken. Susanne Schulz-Linkholt (35.) und Dinah Grote (36.) machten einen 0:2-Rückstand wett, als kaum noch Hoffnung auf die Wende bestand. "Einen schöneren Abschluss einer Karriere in der Nationalmannschaft kann man sich nicht vorstellen", sagte Spielführerin Rebecca Landshut nach ihrem letzten Länderspiel.


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