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Formel 1: Red Bull stellt den neuen Boliden für die Saison 2012 vor

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Red Bull präsentiert Vettels neuen Dienstwagen

06.02.2012, 15:53 Uhr | sid, dpa, t-online.de

Formel 1: Red Bull stellt den neuen Boliden für die Saison 2012 vor. Das ist das neue Dienstfahrzeug von Sebastian Vettel. (Quelle: dpa)

Das ist das neue Dienstfahrzeug von Sebastian Vettel. (Quelle: dpa)

Der Nachfolger von "Kinky Kylie" ist da. Red Bull Racing hat den neuen Dienstwagen von Formel-1-Weltmeister Sebastian Vettel in einem etwa 90 Sekunden langen Video auf seiner Homepage vorgestellt. Überraschungen hält der Wagen für Vettel keine bereit: "Das Auto ist zum größten Teil aufgebaut auf dem letztjährigen Auto. Es sind kleine, aber feine Unterschiede", sagte er nach der Enthüllung. "Es ist nicht so, als müsste man die Gebrauchsanweisung 1:1 durchlesen."

Das Team um Chefdesigner Adrian Newey habe sich bemüht, auch in diesem Jahr die kleinen Lücken im Reglement auszunutzen, verriet Vettel.

Vettel hofft, Ecclestones Befürchtungen treten ein

Nach der Winterpause brennt der zweimalige Weltmeister auf die erneute Titelverteidigung. "Darauf hat man den ganzen Winter gewartet", sagte er nach der internen Vorstellung im Red-Bull-Hauptquartier in Milton Keynes. "Es ist schön, rauszufahren und zu spüren, man hat wieder ordentlich Dampf unter der Haube." Vettel schickte gleich auch einen spitzbübischen Gruß an Formel-1-Boss Bernie Ecclestone, der eine erneute Red-Bull-Dominanz befürchtete: "Ich hoffe, dass seine Befürchtungen eintreten."

Einen Kosenamen für sein neues Auto hat Vettel noch nicht gefunden. "Wir sind aber auf der Suche", sagte er. "Jegliche Bewerbungen sind willkommen. Letztes Jahr haben wir erst am Mittwoch vor dem ersten Rennen den Namen festgelegt. Ich glaube, dieses Jahr sollten wir etwas früher sein." In den vergangenen beiden Jahren hatten ihn "Luscious Liz" (Leckere Liz) und "Kinky Kylie" (Scharfe Kylie) zum Titel getragen.

"Unser Auto ist nicht so hässlich wie der Ferrari"

Das Auto trägt keinen so extremen Nasenhöcker wie der neue Ferrari aus Maranello. "Unser Auto ist nicht so hässlich wie der Ferrari", hatte Red Bulls Motorsportberater Helmut Marko schon via "Bild-Zeitung" angekündigt.

So richtig hübsch ist Vettels neue Freundin aber auch nicht, wie Chefdesigner Newey erklärte. "Wir haben mehr oder weniger die gleiche Chassisform beibehalten", sagte der Design-Guru. "Aber man musste die Nase tiefer legen, sodass wir, ganz ähnlich wie die meisten anderen Teams, eine etwas hässlich aussehende Nase haben. Wir haben versucht, das Aussehen so gut wie möglich zu stylen, aber man würde das Auto bei anderen Regeln natürlich nicht so designen."

Horner wünscht sich den erneuten Doppeltriumph

Markant sind die frontseitigen Lufteinlässe, die Newey in die Höcker geschnitzt hat. Die Ziele sind für Teamchef Christian Horner "ganz einfach. Wir wollen beide Titel in der gleichen Art und Weise verteidigen, wie wir sie 2011 gewonnen haben."

Da aber der Vorteil des von Red Bull perfektionierten von Auspuffgasen angeblasenen Diffusors wegfällt, erwartet Vettel, dass "das ganze Feld ein bisschen näher zusammenrückt." Der 24-Jährige ließ auch durchblicken, dass das Reglement so weit wie möglich ausgereizt wird. "Es gab natürlich schon noch Dinge, an denen wir gefeilt und getüftelt haben und versucht haben es besser zu machen", sagte er und ergänzte: "Sauberer zu lösen, wo letztes Jahr vielleicht hier und da ein bisschen getrickst wurde, damit es hält."

Webber darf zuerst testen

Der Doppelweltmeister strebt in dieser Saison seinen dritten Titel in Serie an. "Es wird extrem eng", urteilte Vettel. Die Jungfernfahrt im neuen Auto überlässt er am Dienstag bei den Tests im spanischen Jerez seinem Teamkollegen Mark Webber aus Australien. Vettel wird zwei Tage später auf die Strecke gehen. "Darauf hat man den ganzen Winter gewartet", sagte der Deutsche. Einen Kosenamen für sein neues Gefährt sucht Vettel noch. "Jegliche Bewerbungen sind willkommen", sagte er.

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