Startseite
Sie sind hier: Home > Sport >

Formel 1: Prozess gegen Adrian Sutil geht in die nächste Runde

...
t-online.de ist ein Angebot der Ströer Content Group

Sutil-Manager: "Wir wollen ein Urteil, das angemessen ist"

08.02.2012, 14:54 Uhr | sid

Formel 1: Prozess gegen Adrian Sutil geht in die nächste Runde. Adrian Sutil im Gerichtssaal in München. (Quelle: dapd)

Adrian Sutil im Gerichtssaal in München. (Quelle: dapd)

Der Prozess gegen Formel-1-Pilot Adrian Sutil geht in die nächste Runde. Sowohl der 29-Jährige als auch die Staatsanwaltschaft München sind fristgerecht gegen das Urteil von 18 Monaten auf Bewährung und 200.000 Euro Geldstrafe wegen gefährlicher Körperverletzung vorgegangen, sodass es jetzt in zweiter Instanz vor dem Landgericht zu einer erneuten Verhandlung kommen wird.

"Wir sind überzeugt, dass das vorliegende Urteil nicht angemessen ist. Es gibt viele Dinge, die gegen uns gelaufen sind", sagte Sutils Manager Manfred Zimmermann und bestätigte, dass man Rechtsmittel eingelegt habe.

Staatsanwaltschaft erscheint das Urteil zu milde

Ingrid Kaps, Sprecherin des Münchner Amtsgerichtes, erklärte, dass auch die Staatsanwaltschaft in Berufung gegangen ist. Offenbar war ihr das Urteil zu milde. Staatsanwältin Nicole Selzam hatte am zweiten und letzten Prozesstag am 31. Januar sogar ein Jahr und neun Monate auf Bewährung und 300.000 Euro Geldstrafe gefordert. Ein Sprecher der Staatsanwaltschaft München ergänzte, dass es sich um eine "auf das Strafmaß beschränkte Berufung" handelt.

Sutil war von Richterin Christiane Thiemann verurteilt worden, weil er in der Nacht vom 17. auf den 18. April 2011 in einer Diskothek in Shanghai den luxemburgischen Geschäftsmann Eric Lux, Teilhaber des damaligen Renault- und heutigen Lotus-Teams, mit einem Glas am Hals verletzt hatte.

Muss Lewis Hamilton doch noch aussagen?

Gegen die Strafe will Sutil jetzt vorgehen. "Wir versuchen, ein Urteil zu bekommen, das angemessen ist", sagte Zimmermann. Helfen sollen dabei auch neue Zeugen. "Es gibt drei, vier Zeugen, die in der Nähe waren, die nicht befragt wurden", sagte Zimmermann. Einer davon war McLaren-Pilot Lewis Hamilton, der nicht zum Prozess nach München gekommen war. Sutil hatte seinem früheren Kumpel daraufhin die Freundschaft gekündigt.

"Lewis ist ein Feigling, ich will mit so jemandem nicht befreundet sein. Er ist für mich kein Mann", hatte er nach dem Prozess der "Bild"-Zeitung gesagt. Der Brite habe auch seine Handynummer geändert und sei für ihn nicht mehr erreichbar gewesen.

Videomaterial aus dem Club soll verwendet werden

Zimmermann monierte auch, dass Videomaterial aus der Überwachungskamera des Clubs im Prozess nicht ausreichend in Betracht gezogen worden sei. Richterin Thiemann hatte in ihrer Urteilsbegründung am 31. Januar noch angedeutet, dass Sutils aktueller Stand ohne Vertrag für 2012 ihn wohl vor einer noch härteren Strafe bewahrt habe.

"Wenn eine Strafe über ein Jahr hinausgeht, muss sie nicht zur Bewährung ausgesetzt werden", hatte die Richterin gesagt und erklärt, dass Sutils aktuelle Situation und sein zuvor tadelloses Verhalten strafmildernd berücksichtigt wurden; auch habe das Urteil wohl "gravierende berufliche Konsequenzen" für Sutil, hatte sie gesagt und die Strafe als "ausreichend beeindruckend" bezeichnet.

Liebe Leser, bitte melden Sie sich an, um diesen Artikel kommentieren zu können. Mehr Informationen.
Neue Kommentare laden
Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre Adresse an.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht

Wählen Sie aus dem Pull-Down-Menü Ihren gewünschten Ansprechpartner aus. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail
Anzeige
Video des Tages
Amateur am Werk 
Ungeschickter Bauarbeiter löst Kettenreaktion aus

Es kommt wie es kommen muss. Zum Glück kam der Mann noch einmal glimpflich davon. Video

Anzeige

Shopping
tchibo.deOTTObonprix.deESPRITC&ACECILzalando.dedouglas.deKlingel.de
Sport von A bis Z

Anzeige
shopping-portal