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Olympia 2012: Robert Hartings beschwerlicher Weg nach London

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Hartings beschwerlicher Weg nach London

13.02.2012, 12:37 Uhr | dapd

Olympia 2012: Robert Hartings beschwerlicher Weg nach London. Robert Harting will in London an alte Erfolge anknüpfen. (Quelle: imago)

Robert Harting will in London an alte Erfolge anknüpfen. (Quelle: imago)

In den verschneiten Kiefernwäldern der Mark Brandenburg findet Robert Harting derzeit wieder zu alter Form. Auf dem Ergometer fährt sich der Diskus-Weltmeister im Trainingszentrum Kienbaum warm für die Tageseinheit - harte Arbeit, die ihn nach einem seelischen Tief Ende vergangenen Jahres nun fit machen soll für Olympia 2012 in London. "Wir sind schon einige Wochen hier. Ich muss langsam wieder meine Form aufbauen", sagt der 2,01 Meter große Diskus-Riese.

Harting hatte in der vorigen Saison über Schmerzen im Knie geklagt. Doch er biss die Zähne zusammen und schleuderte trotz der Schmerzen bei der WM im südkoreanischen Daegu die Scheibe auf 68,97 Meter zu Gold. Die Bestweite des gebürtigen Cottbusers wird mit 69,69 Meter angegeben. Das macht ihn automatisch zu einem heißen Anwärter auf olympisches Gold. "In London werden für den Olympiasieger vielleicht 70 Meter notwendig sein", vermutet Trainer Werner Goldmann.

Um fit in den olympischen Diskusring steigen zu können, ließ sich Harting im Oktober an der Patella-Sehne operieren. "Elf Millimeter von der Sehne wurden weggenommen", sagt der 27-Jährige. Nun bereitet er sich schmerzfrei auf London vor. "Im Moment bin ich bei einer Leistung von 60 bis 65 Prozent. Ich muss vorsichtig die Stützmuskulatur wieder aufbauen. Ich darf mich im Übereifer nicht zu sehr belasten. Ich darf mich aber auch nicht unterfordern", erklärt der Bundeswehr-Stabsunteroffizier.

Erst powern, dann pauken

Beim Bankdrücken ist Harting mit 120 Kilo noch längst nicht an seiner Leistungsgrenze. "Da muss einiges drauf", sagt er schnaufend. Das Training ist schwer in den einsamen märkischen Wäldern, deshalb freut sich der Trainer, wenn sein Schützling etwas Abwechslung wie beim Promi-Biathlon in der Schalke-Arena oder beim Berliner Sechstagerennen genießt.

"Nach fünf Stunden Training ist ja für mich noch längst nicht Feierabend. Die Uni-Prüfungen stehen an. Olympiavorbereitung und Prüfung. Das geht an die Grenzen", sagt Harting. Die Bundeswehr finanziert ihm ein Studium der Wirtschaftskommunikation an der Berliner Universität der Künste, eine Sonderbehandlung aber bekommt der Lausitzer dort nicht.

Nach Burn-out-Gefahr wieder auf dem richtigen Weg

Aber selbst ein Muskelberg gerät gelegentlich ins Wanken. Kurz vor Weihnachten trennte er sich nach acht Jahren von seiner Freundin Kay, und gestand damals: "Ich stand kurz vor dem Burn-out. Trainer, Journalisten, Bundeswehr, Uni, Sponsoren und Fans wollten etwas von mir. Ich war nicht mehr ich selbst."

Harting fühlte sich wie auf einer Autobahn und fand die Ausfahrt nicht. Er nahm sich professionelle Hilfe und fährt nun wieder auf gutem Weg in die richtige Richtung. "Im April will ich wieder in den Wettkampfbetrieb einsteigen", sagt Harting: "In diesem Jahr ist schließlich alles anders. Eine normale Saisonvorbereitung und eine Vorbereitung auf Olympia sind zwei verschiedene Paar Schuhe."

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