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Grosjean und Vergne schneller als Vettel

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Grosjean und Vergne schneller als Vettel

02.03.2012, 18:23 Uhr | dpa

. Dritter bei den Testfahrten in Barcelona: Sebastian Vettel. (Quelle: Reuters)

Dritter bei den Testfahrten in Barcelona: Sebastian Vettel. (Quelle: Reuters)

Nach einem kuriosen Testtag mit Nebel, einem missglückten Boxenstopp und zwei schnellen Franzosen hofft Formel-1-Weltmeister Sebastian Vettel auf einen neuen Wunder-Auspuff. Sein Red-Bull-Team hat um Erlaubnis gefragt, das Chassis wechseln zu dürfen und wird bei den Tests in Barcelona am Samstag wohl mit einer technischen Neuerung aufwarten, welche die Konkurrenz das Fürchten lehren soll.

"Es kommt ein größeres Paket", sagte der Red-Bull-Motorsportbeauftragte Helmut Marko dem Fachmagazin "auto, motor und sport" und deutetet an: "Gehen Sie davon aus, dass der Auspuff an einer anderen Stelle sein wird." Vettels Teamkollege Mark Webber frohlockte: "Passt auf, was da morgen kommt."

Zwei Franzosen fahren vorne weg

Der zweite Tag der letzten Testwoche vor dem Start in Australien am 18. März brachte für Vettel Licht und Schatten. Zunächst misslang gleich die erste Boxenstopp-Simulation gehörig, weil ein Mechaniker 15 Sekunden brauchte, um das rechte Vorderrad zu wechseln. Nach dem ansonsten relativ reibungslos verlaufenen Testtag und 85 Runden musste sich Vettel mit seiner besten Runde von 1:23,361 Minuten nur zwei Franzosen beugen. Zeitenjäger Romain Grosjean, im Lotus wie schon am Donnerstag der Schnellste, und Jung-Bulle Jean-Eric Vergne, neu im Red-Bull-Schwesterteam Toro Rosso.

Schumacher landet im Kiesbett

Wegen dichten Nebels am Morgen fuhren die elf Autos erst eine halbe Stunde später auf die Strecke, dafür durften sie eine halbe Stunde länger bleiben. Die drei anderen Weltmeister begaben sich keineswegs auf Zeitenjagd, sondern probierten unterschiedlichste Dinge aus und hatten auch mit einigen Problemen zu kämpfen. Rekordchampion Michael Schumacher (Mercedes) musste sich so im Zeitenklassement mit Rang acht begnügen, Lewis Hamilton (McLaren) landete sogar noch einen Platz dahinter. Fernando Alonso wurde zwar Vierter, sein Ferrari offenbarte bei der Rennsimulation aber große Probleme mit den Reifen.

Rückkehrer Nico Hülkenberg verlor im Force India wegen eines Getriebeschadens am Mittag wichtige Zeit und belegte nach nur 33 absolvierten Runden Platz sieben. Schumacher, der ebenfalls mit Reifenproblemen zu kämpfen schien, landete sogar einmal im Kiesbett. Da weder er noch das Auto zu Schaden kamen, kehrte er eine halbe Stunde später jedoch auf die Strecke zurück. Wieder am Start war auch der Finne Heikki Kovalainan (Caterham), der am Donnerstag wegen einer auf dem Flug nach Barcelona eingehandelten Lebensmittelvergiftung kurzfristig ausgefallen war.

Frank Williams zollt seinem Alter Tribut

Derweil gab Teamgründer Frank Williams überraschend bekannt, Ende März aus der Geschäftsführung von Williams auszuscheiden. "Ich werde im April 70. Und ich habe mich für die nächste Stufe des unvermeidbaren Prozesses entschieden, die Leitung an die nächste Generation zu übergeben", sagte Williams, versicherte aber: "Das ist kein so dramatischer Schritt, wie es scheinen mag. Ich habe vor, weiter als Teamchef zu arbeiten. Und ich habe vor, allen Sitzungen als Beobachter beizuwohnen." Auch die Mehrheit der Aktien werde er behalten. Zum 1. April wird Williams' Tochter Claire als Direktorin für Marketing und Kommunikation in die Geschäftsführung rücken. Dominic Reilly wird Williams dagegen verlassen, um eine neue Herausforderung zu suchen.

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