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Der Heckflügel von Mercedes ist legal

16.03.2012, 08:17 Uhr | t-online.de, Motorsport-Total.com

Formel 1: Der Heckflügel von Mercedes ist legal. Andere Teams eine Überprüfung des Mercedes-Heckflügels gefordert. (Quelle: xpb)

Andere Teams eine Überprüfung des Mercedes-Heckflügels gefordert. (Quelle: xpb)

F-Schacht oder Doppeldiffusor - in fast jeder Saison gibt es ein Team, das einen ganz besonderen Clou in seinen Boliden einbaut. In dieser Saison könnte das MercedesGP sein.

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Bereits im Winter wurde viel über einen für weniger Luftwiderstand sorgenden "W-Schacht" spekuliert, den das Team am Frontflügel des Silberpfeils eingebaut haben soll. Teamchef Ross Brawn soll mit seinen Designern aber auch am Heckflügel einen Schacht verbaut haben, den guten alten F-Schacht. Auf Hinweis der Konkurrenz wurde der Bolide auf den Prüfstand gestellt. Das Ergebnis: Die FIA-Rennkommisare haben am Dienstwagen von Michael Schumacher und Nico Rosberg nichts zu beanstanden.

Das System ist legal

2010 konnte die McLaren-Fahrer durch eine Handbewegung eine Öffnung für eine bessere Aerodynamik verschließen. Allerdings sind Systeme, die aktiv betätigt werden, seit Ende 2010 verboten. Mercedes hat anscheinend einen Weg gefunden, den Effekt des Strömungsabrisses an die Aktivierung des verstellbaren Heckflügels (DRS) zu koppeln. "Es ist komplett passiv", versicherte der Technische Delegierte der FIA, Charlie Whiting, auf Anfrage von "Autosport". "Es gibt keine bewegten Teile, es interagiert nicht mit der Radaufhängung, keine Lenkung, nichts. Daher sehe ich keine Regel, die so etwas verbieten würde."

Die FIA hat zwar aus Sicherheitsgründen aktive F-Schacht-Systeme verboten, weil die Fahrer einiger Teams 2010 eine Hand vom Lenkrad nehmen mussten, um auf Geraden den gewünschten Strömungsabriss herbeizuführen. Zu keinem Zeitpunkt verboten waren aber passive Systeme, die sich quasi von selbst aktivieren, ohne dass sich der Fahrer dafür bewegen muss. Mercedes experimentiert in diesem Bereich schon lange herum.

Whiting: "F-Schächte sind nicht verboten"

Einige Teams hätten die Mercedes-Lösung gemeldet, "weil sie dachten, dass F-Schächte verboten sind. F-Schächte sind aber nicht verboten", stellte Whiting klar. Das ist auch für Brawn offensichtlich: "Was ist ein F-Schacht überhaupt? Die Leute reden vom F-Schacht, wissen aber gar nicht, was das ist. Und auch wenn man die FIA fragt, weiß sie es nicht. Daher sind wir nicht besorgt über das, was wir machen", sagte der Mercedes-Teamchef.

"Wir haben ein System, glauben aber nicht, dass es anfechtbar ist", fuhr er fort. "Alle versuchen ständig, die Grenzen zu verschieben. Wir werden in den nächsten Monaten sehen, wie sich das entwickelt, aber wenn die Teams finden, dass wir da eine attraktive Idee hatten, dann werden sie es sicher kopieren. Bis jetzt sehen wir es aber noch an keinem anderen Auto. Vielleicht glauben die anderen, dass es nicht genug bringt."

Vorteil in den ersten beiden Rennen?

Sollte das Mercedes-System tatsächlich funktionieren und ein bisschen mehr Topspeed bringen, hätten Rosberg und Schumacher wohl zumindest bei den ersten beiden Saisonrennen einen Wettbewerbsvorteil. Denn in den vier Tagen zwischen dem Rennen in Melbourne und dem Trainingsauftakt in Sepang ist es für die Konkurrenz praktisch unmöglich, selbst eine funktionierende Kopie des Systems zu entwickeln.

Bei Red Bull sieht man den Schacht von Mercedes kritisch. "Ich denke, es war Absicht der Regel, die Verwendung von F-Schächten zu eliminieren", sagte Red-Bull-Teamchef Christian Horner. "Wenn ein Team einen Weg drumherum gefunden hat, dann werden die anderen folgen müssen - und das kostet natürlich. Die Frage der Legalität sollte man besser der FIA stellen und nicht uns. Wir sind uns auch nicht voll im Klaren darüber, was die anderen Teams im Moment machen."

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