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Sebastian Vettel hadert mit seiner "Abbey"

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Vettel hat noch viel zu tun

16.03.2012, 16:21 Uhr | dpa

Sebastian Vettel hadert mit seiner "Abbey". Sebastian Vettel ist skeptisch, ob sein Auto schon in Australien zu voller Leistungsstärke findet.  (Quelle: imago)

Sebastian Vettel ist skeptisch, ob sein Auto schon in Australien zu Bestzeiten in der Lage ist. (Quelle: imago)

Sebastian Vettel haderte mit seiner "Abbey", Michael Schumacher stimmte sich dagegen im verbesserten Silberpfeil mit einer Bestzeit für den Formel-1-Auftakt ein. "Das war ein schöner Start in eine hoffentlich aufregende Saison", sagte der Rekordweltmeister. Nach Platz drei im ersten Training in Melbourne eroberte der Mercedes-Pilot anschließend sogar den ersten Platz. Doppelchampion und Titelverteidiger Vettel kam indes im neuen Dienstwagen mit Kosenamen "Abbey" nicht über die Ränge elf und zehn hinaus. Prompt machte er sich auf eine Sonderschicht gefasst: "Wichtig ist, dass wir über Nacht einen Schritt nach vorne machen."

Wie seine Verfolger litt auch der Weltmeister unter dem Wetter im australischen Spätsommer. Nach heftigem Regen in der Nacht und vor der zweiten Einheit kam Vettel nur auf 40 Runden auf dem 5,303 Kilometer langen Kurs im Albert Park: "Bei den Bedingungen kommt man nicht viel zum Fahren."

Vettel: "Alles nicht so gut"

Gerade für den 24-Jährigen wären mehr Umläufe aber gut gewesen, nachdem er das Melbourne-Paket seines neuen Red Bull-Rennwagens am letzten Testtag wegen technischer Probleme kaum hatte ausprobieren können. Wie die anderen verharrte aber auch Vettel lange Zeit in der Box.

Anfangs plauderte er noch mit Teamkollege Mark Webber. Erst nach rund 45 Minuten fuhr er mit seinem RB8 auf den nur langsam abtrocknenden Kurs. Und das, nachdem schon in den ersten anderthalb Trainingsstunden wenig gepasst hatte. "So ziemlich alles war nicht so gut", gab er zu.

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Button ganz vorne

Unterdessen hatten seine Verfolger die Gelegenheit genutzt und schon mal aufhorchen lassen. Vizeweltmeister Jenson Button stellte die Tagesbestzeit auf, McLaren-Kollege Lewis Hamilton kam auf Platz zwei vor Schumacher. Nico Rosberg reihte sich im zweiten Mercedes auf Platz sechs ein. Danach wurde er Neunter im Silberpfeil mit den geheimnisvollen Luftschächten vorn und hinten.

Für Gesprächsstoff sorgte auch Nico Hülkenberg. Er bestreitet in Australien nach über einem Jahr wieder ein Formel-1-Rennen, nachdem er vom Test- und Ersatzfahrer bei Sahara Force India zum Stammpiloten aufgestiegen ist. Nach Rang zwölf im ersten Training musste sich Hülkenberg dann in letzter Sekunde nur Schumacher geschlagen geben. "Ich habe schon ein gutes Gefühl mit dem Auto", meinte er aber.

Glock: "Auto nur poliert"

Ebenfalls erfreulich aus deutscher Sicht: Timo Glock schaffte es beim Debüt seines neuen Marussia bis auf Platz zwölf. Zu seiner eigenen Überraschung: "Bis jetzt ist das Auto nur poliert und keine Schraube dran gedreht." Ob Glock seinen Qualifikationsfluch im Marussia vertreiben kann, bleibt jedoch fraglich: Seit zwei Jahren kam der ehemalige GP2-Meister nicht einmal in den zweiten Durchgang der K.o.-Ausscheidung.

Über ein mögliches vorzeitiges Quali-Aus denkt offensichtlich sogar Vettel nach. "Das ist kein Scherz: Es ist wichtig, ins dritte Qualifying zu kommen", sagte er. Der Hesse war sich nach wie vor über die Kräfteverhältnisse unsicher: "Ich weiß, dass alle auf eine Antwort brennen." Geben konnte Vettel sie nicht.

Hamilton erwartet enges Rennen

Auch das McLaren-Duo wagte keine Kampfansage trotz der Tagesplätze eins und zwei. "Auch wenn es nicht all zu viel bedeutet, ist es immer schön mit der Tagesbestzeit die Saison zu beginnen", meinte immerhin Button. "Es sieht immer noch eng zwischen uns, Red Bull und Mercedes aus", stellte Hamilton fest. Fehlt nur noch Ferrari. Fernando Alonso belegte in beiden Einheiten Platz vier und war ebenfalls recht zufrieden. Überbewerten wollte aber auch der Spanier die Rangfolge nicht. "Man sollte von den Zeiten ausgehend keine Vorhersagen für die Qualifikation machen." Gut für Nachtarbeiter Vettel.

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