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Alarm bei Red Bull: Vettel fährt nur hinterher

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Alarm bei Red Bull: Vettel fährt nur hinterher

17.03.2012, 13:52 Uhr | sid, dapd, t-online.de

Alarm bei Red Bull: Vettel fährt nur hinterher. Vettel wundert sich über Platz sechs im Qualifying.

Vettel wundert sich über Platz sechs im Qualifying.

Als dann das Qualifying zum Großen Preis von Australien in Melbourne vorbei war, schaute sich Sebastian Vettel das Ergebnis noch einmal mit ernstem Gesichtsausdruck an. Seinen Namen fand der Red-Bull-Pilot nur auf dem sechsten Platz, so schlecht war er sein 552 Tagen nicht mehr. Sogar Freund Michael Schumacher im Mercedes als Vierter und sein Teamrivale Mark Webber (Fünfter) hatten ihn geschlagen. Auf den Tagesschnellsten Lewis Hamilton lag er gar 0,7 Sekunden zurück – eine Menge Holz.

"Wir haben uns mehr erhofft. Ich war auch nicht zufrieden mit mir", sagte ein enttäuschter Vettel. Zur Erinnerung: Noch vor wenigen Monaten hatte der 24-jährige Doppel-Weltmeister alles in Grund und Boden gefahren.

Kein Grund zur Panik

Vettel klagte hinterher über die fehlende Balance an seinem Auto, das Verhältnis von der Vorder- zur Hinterachse stimme noch nicht. "Es fühlt sich nicht so an, wie man es sich wünscht, und dann fehlt ein bisschen das Vertrauen", erklärte der Deutsche: "Man muss hart kämpfen und kann dabei eher Fehler machen."

Es gäbe allerdings keinen Grund zur Panik, sagte der Red-Bull-Pilot, der nach der dominanten Saison 2011 nun erst einmal wieder in den Jäger-Modus umschalten muss. "Wir haben kein globales Problem, sondern müssen nur alles zusammenbekommen."

Noch ist das Rennen nicht gefahren

Es kling schon komisch, wenn Vettel plötzlich nicht mehr von Siegen redet. "Es gibt noch viel zu tun", sagte der Weltmeister der vergangenen beiden Jahre fast schon ausweichend. Offenbar bewahrheitet sich, was er schon vor der Saison prognostizierte. Die Titelverteidigung werde "sehr schwer“, weil die Teams "enger zusammengerückt" seien, hatte er gesagt. Dass ein Romain Grosjean - den eigentlich niemand auf dem Zettel hatte – im Lotus auf Platz drei raste, unterstreicht die These.

Bei Red Bull klingeln nun leise die Alarmglocken, doch noch ist das Rennen nicht gefahren - das weiß auch Vettel. "Da kann noch viel passieren. Es können sich immer Chancen bieten, und dann muss man da sein", sagte der Red-Bull-Fahrer, der trotz der die sieben Zehntelsekunden Rückstand auf die Bestzeit von Hamilton ganz cool bleibt. "McLaren sieht stark aus, aber auf lange Distanz sind wir wettbewerbsfähiger, sagte er. Vettel will seinen Namen am Sonntag nach dem Rennen ganz oben auf dem Tableau sehen – zuzutrauen wäre es ihm allemal.

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