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Sebastian Vettel macht Kampfansage: Jetzt erst Recht!

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Vettel und das Glück, ein Zweiter zu sein

19.03.2012, 08:37 Uhr | t-online.de

Sebastian Vettel macht Kampfansage: Jetzt erst Recht!. Mit Platz zwei in Melbourne hochzufrieden: Sebastian Vettel (Quelle: dpa)

Mit Platz zwei in Melbourne hochzufrieden: Sebastian Vettel (Quelle: dpa)

Aus Melbourne berichtet Elmar Brümmer

Sebastian Vettel fährt hinterher. Zum ersten Mal seit November 2010 führt er nicht die Weltmeisterschafts-Wertung in der Formel 1 an. Der Fluch des möglichen Hattricks, dem schon so viele Zweifach-Champions zum Opfer fielen, greift er auch beim Heppenheimer?

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Und dann sehen wir diese Bilder: Ein breites, beinahe befreites Grinsen. Ein dicker Schmatzer auf den Rand des silbernen Tellers, den es für den zweiten Platz beim Großen Preis von Australien gibt. Was ist denn da los mit Vettel, der sonst sogar an der Supermarktkasse noch überholt?

Jägerroller passt

Fragezeichen streichen, Ausrufezeichen setzen: Zweiter! Und das nach einer – für seine weltmeisterlichen Verhältnisse – verbockten Qualifikation. Von Startplatz sechs auf zwei, das zeigt die ungebrochene Willenskraft, ein mit dem Gasfuß gestampftes "Jetzt erst Recht".

Er kommt in der natürlich nicht freiwillig gewählten Rolle des Jägers dabei fast noch besser rüber als in der des Dauer-Siegers. Jetzt kann er alles zeigen, was er an Reife, Instinkt und Härte in den letzten Jahren getankt hat. Der 24-Jährige ist es, der Red Bull Racing Flügel verleihen muss.

Noch reichlich Potenzial vorhanden

Was ihn kaum vom überglücklichen Sieger Jenson Button im diesmal unantastbaren Chrompfeil unterscheidbar machte, war nicht bloß die Genugtuung über die eigene Leistung. Vielmehr spürte Vettel, dass im RB7 noch reichlich Potenzial für ähnliche Großtaten wie in der Vergangenheit steckt. Red Bull hatte sich für eine Risikotaktik in der Entwicklung entschieden, erst am letzten Testwochenende eine komplett neue Aerodynamik gezeigt, damit die Konkurrenz diese nicht kopieren kann.

Wegen der technischen Kinderkrankheiten konnte der Heppenheimer seinen neuen Dienstwagen nicht wie gewohnt testen, es war eher ein Beschnuppern. Der Probe auf Exempel musste in Melbourne stattfinden, unter den Bedingungen eines Rennwochenendes. Damit ereilte den Branchenführer das gleiche schwere Schicksal wie die Hinterbänkler Marussia oder Hispania. "Dann fehlt dir das Vertrauen, überall ans Limit zu gehen. Irgendwie haben bei uns die Front- und die Heckpartie nicht zusammengepasst. Dann bist du verwundbar für Fehler", hatte der Champ noch nach dem Qualifying geklagt.

Im Renntrimm wie ausgewechselt

Nur: Mit einem Vettel am Steuer und in den technischen Briefings fällt das Resultat dann allerdings doch etwas anders aus als bei den hilflosen Spaniern. Auf der letzten Rille hat er sich die beiden Silberpfeile geschnappt, gewieft ist er an Lewis Hamilton vorbei auf den zweiten Platz gezogen. "Das gefällt uns natürlich nicht, wenn uns McLaren auf der Nase herumtanzt...“

Alles, was in Melbourne anfänglich noch schief gelaufen ist, scheint verdrängt: "Ich habe eine Menge Kämpfe bestanden, das Ergebnis war sehr positiv. Wir waren näher dran, aber Platz zwei war unser Maximum. Das war ein sehr gutes Ergebnis für uns. Und gut getan hat es uns außerdem, wir verstehen das Auto etwas besser und dürfen zufrieden sein.“ Im Renntrimm ist die Paarung Vettel/Red Bull wie ausgewechselt (Kollege Mark Webber verbesserte sich von fünf auf vier). Das Imperium schlägt zurück.

Vettel: "Mein Blick geht immer nach vorne"

Rasender Tempowechsel, auch mental. Vettel lebt dem Team die Keine-Panik-Mentalität vor, auch im Hinblick auf den Großen Preis von Malaysia schon am kommenden Wochenende: "Mein Blick geht immer nach vorn. Wir müssen uns nicht verstecken, und wir haben noch viel vor.“ Die Richtung ist klar, denn auf Dauer kann er sich mit zweiten Plätzen nicht anfreunden. So etwas geht einem Titelverteidiger gegen die Berufsehre. Grundsätzlich.

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