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Lauda zieht "Käppi" vor Schumacher und Räikkönen

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Lauda: Neuer Silberpfeil passt zu Schumacher

31.03.2012, 14:14 Uhr | t-online.de

Lauda zieht "Käppi" vor Schumacher und Räikkönen. Fühlt sich wohl im neuen Silberpfeil: Michael Schumacher (Quelle: imago)

Fühlt sich wohl im neuen Silberpfeil: Michael Schumacher (Quelle: imago)

Zwei Rennen sind im Formel-1-Jahr 2012 gefahren. Schon jetzt zeigt sich, dass zwei Altmeister in dieser Saison für Furore sorgen können. Mercedes-Pilot Michael Schumacher beweist - zumindest in Training und Qualifying - wieder alte Stärke. Und Rückkehrer Kimi Räikkönen fuhr im Lotus in Australien und Malaysia als Siebter sowie Fünfter auf Anhieb in die Punkte.

Während sich einige Experten verwundert die Augen reiben, kommt die Entwicklung für Ex-Weltmeister Nikki Lauda nicht überraschend. Schumachers Fahrstil passe zum neuen Silberpfeil, so der Österreicher. "Jetzt kann Schumacher dem Wagen wieder mit seinem aggressiven Fahrstil seinen Willen aufdrücken“, sagte Lauda  "auto, motor und sport".

Schumacher setzt Rosberg unter Druck

In den vergangenen zwei Jahren habe Schumacher mit einem "kritischen" Auto kämpfen müssen, mit dem er nicht harmonierte. "Wenn du als Schumacher nach drei Jahren zurückkehrst, kämpfst du mit dir und deinem Auto. Du willst nicht wahrhaben, dass es nicht schneller geht und versuchst mit Macht mehr zu erreichen. Dabei wirst du langsamer“, erklärte Lauda die übertriebene Verbissenheit des siebenmaligen Weltmeisters, der meist nur im Mittelfeld herumfuhr.

Schumacher hat aus den beiden "Seuchenjahren" offenbar viel gelernt - zum Leidwesen von Nico Rosberg. Mit seiner derzeit starken Performance setzt der Rekordchampion seinen Teamkollegen unter Druck. Eigentlich hatte Rosberg den 43-Jährigen bislang stets im Griff. Das hat sich aber geändert. Rosberg spürt nun eine Gegenwehr, mit der er nicht mehr gerechnet hat. "Und das provoziert Fehler", betonte Lauda.

Podiumsplätze für Räikkönen möglich

Beindruckt zeigt sich Lauda auch von der bisherigen Leistung Räikkönens, der nach zwei Jahren in der Rallye-WM wieder in der Formel 1 seine Runden dreht. In Malaysia hatte der 63-Jährge den Formel-1-Weltmeister von 2007 extra aufgesucht, um vor ihm sein rotes "Käppi" zu ziehen. "Der fährt, als wäre er nie weg gewesen. Dabei hat er beim Rallyefahren bestimmt nichts gelernt, was ihm für die Formel 1 nützlich sein könnte", sagte der Österreicher.

Und dem Finnen ist zuzutrauen, dass er sich im Verlauf der Saison noch steigert. Sein Vorteil: Im Vergleich zu Schumacher sitzt der "Iceman" bei seinem Comeback in einem konkurrenzfähigen Auto. Ein Sieg wäre wohl zu vermessen, aber Podiumsplätze sind für ihn zum Greifen nahe.

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