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Formel 1: Wieder Unruhen in Bahrain

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Unruhen in Bahrain lassen die Formel 1 wieder zittern

02.04.2012, 12:11 Uhr | Motorsport-Total.com

Formel 1: Wieder Unruhen in Bahrain. Blick auf die Strecke in Bahrain. (Quelle: imago)

Blick auf die Strecke in Bahrain. (Quelle: imago)

Der Große Preis von Bahrain beginnt nun doch wieder kräftig zu wackeln. Obwohl Bernie Ecclestone vergangene Woche bei einem Medientermin in London versichert hatte, das Rennen finde planmäßig am 22. April statt und die Lage im arabischen Wüstenstaat sei unter Kontrolle, entstehen nun neue Zweifel an der Sicherheit in und rund um die Hauptstadt Manama.

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Genau dort liegt auch der Bahrain International Circuit. Es kam offenbar erneut zu heftigen Auseinandersetzungen zwischen oppositionellen Demonstranten und der Exekutive. Dabei wurde Medienberichten zufolge auch erstmals die Formel 1 thematisch in die Proteste eingebunden.

Ferrari-Logo und Twitter-Kampagne

Wie verschiedene regionale Internetseiten und auch internationale Nachrichtenagenturen berichten, soll einer der Demonstranten ein Ferrari-Logo auf dem Rücken getragen haben, während gleichzeitig unter Hashtags wie "BloodyF1" und "NoF1" eine Twitter-Kampagne gegen den Grand Prix angezettelt wurde.

Zudem soll bei den Straßenkämpfen ein 22-jähriger Mann durch einen Schuss aus einem zivilen Wagen getötet worden sein. Die genauen Umstände aus der Ferne objektiv zu bewerten, ist aber äußerst schwierig.

Entscheidung muss vor dem 15. April fallen

Tatsache ist hingegen, dass der angesehene Aktivist Nabeel Rajab vom Zentrum für Menschenrechte am Samstag verhaftet wurde. Rajab hatte vor, an einem Protestmarsch teilzunehmen, dessen Ziel es war, Solidarität für einen anderen verhafteten Menschenrechtler, der sich gerade im Hungerstreik befindet, auszudrücken. Amnesty International hat die Behörden in Bahrain inzwischen aufgefordert, beide freizulassen.

Angesichts der aktuellen Unruhen ist die Wahrscheinlichkeit einer Absage des Grand Prix wieder gestiegen. Fahrer und Teams überlassen die Entscheidung Bernie Ecclestone und der FIA. Schon seit Wochen besteht aber ein Konsens darüber, dass so lange wie möglich zugewartet werden soll.

Der letzte Termin für eine mögliche Absage wäre der 15. April, also der Tag des Grand Prix von China. Denn dann müssen die Transportflieger mit dem Formel-1-Material entweder nach Bahrain oder zurück nach Europa geschickt werden.

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