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FC St. Pauli: Marius Ebbers ist lieber ehrlich als erfolgreich

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Ebbers: lieber ehrlich als erfolgreich

11.04.2012, 09:05 Uhr | t-online.de

FC St. Pauli: Marius Ebbers ist lieber ehrlich als erfolgreich. Geständiger "Handballer" Ebbers: "Ich habe lange überlegt." (Quelle: dpa)

Geständiger "Handballer" Ebbers: "Ich habe lange überlegt." (Quelle: dpa)

In der Nachspielzeit brachen auf dem Kiez alle Dämme. Fin Bartels hatte den FC St. Pauli gerade mit seinem Last-Minute-Treffer zum 2:1-Sieg über Union Berlin geschossen. Fans, Team und Trainerstab bejubelten den eminent wichtigen Dreier im Kampf um den Aufstieg. St. Pauli blieb bei nur einem Punkt Abstand auf den Relegationsplatz drei dick im Rennen.

Bei einem Spieler vermischte sich die Freude mit großer Erleichterung. Denn nur knapp zehn Minuten zuvor hatte Marius Ebbers dafür gesorgt, dass sein eigenes Tor zum vermeintlichen 2:1 nicht zählte.

Fan Voting was hätte Ebbers machen sollen

Mit Kopf und Hand zum Torerfolg

Der Stürmer war in eine Flanke gesprungen und dabei mit dem Kopf, aber auch mit seiner linken Hand an den Ball gekommen. Auf Nachfrage von Schiedsrichter Tobias Welz sagte St. Paulis Routinier dann die Wahrheit - nach einigem Ringen mit sich selbst. "Ehrlich gesagt, ich habe lange überlegt, was ich sagen soll. Und dann kam das Engelchen...", sagte Ebbers nach der Partie bei Sky. Zu diesem Zeitpunkt hatte sein Team zwar den 0:1-Rückstand durch den Berliner Markus Karl aufgeholt. Denn Max Kruse hatte nach gut einer Stunde den Ausgleich besorgt.

Aber ein Remis im Heimspiel wäre im Kampf um Rang drei ein Rückschlag gewesen - umso größer der Respekt, der Ebbers für das Geständnis gebührt. Nicht auszudenken, St. Pauli würden am Ende diese beiden Punkte für den Sprung ins Oberhaus fehlen.

Die Nerven sind gestählt

Auch in Sachen Dramatik war es sicherlich die richtige Entscheidung. Denn die Fans auf St. Pauli sahen eine unglaubliche Schlussphase, mit einer um jeden Meter kämpfenden eigenen Mannschaft. Chance um Chance erspielten sich die Kiezkicker und belohnten sich schließlich in der Nachspielzeit. Für die verbleibenden vier Partien sind die Nerven der Hamburger schon einmal gestählt. Der dramatische Sieg werde aber neue Kräfte im Finale frei setzen, hoffte dann auch der eigentliche Held des Abends.

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