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Olympia 2012: London hat keine Lust auf Olympia

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London hat keine Lust auf Olympia

18.04.2012, 14:42 Uhr | t-online.de

Olympia 2012: London hat keine Lust auf Olympia. Olympia unter Tage: die Tube in London.  (Quelle: imago)

Olympia unter Tage: die Tube in London. (Quelle: imago)

Eine Kolumne von Marc L. Merten

London dreht durch. Völlig. Immerhin ist Olympia. Also bald, in 100 Tagen, um genau zu sein. Dann tanzen die Londoner auf den Pub-Tischen. Zumindest die, die noch da sind. Die anderen flüchten aus ihrer eigenen Stadt. Weil sie sich nicht mehr zurecht finden. Zumindest nicht dort, wo sie viel Zeit verbringen, um von A nach B zu kommen. In der U-Bahn. Oder "Tube", wie es in der Hauptstadt der Briten heißt. Denn zu Olympia haben sich die Städteplaner und Verantwortlichen des örtlichen Transportwesens ein kleines Schmankerl einfallen lassen: Sie benennen alle 361 U-Bahn-Stationen um.

"Next Stop: Steffi Graf!" Wer während Olympia 2012 in Belham ankommt, hört diese Ansage aus den U-Bahn-Lautsprechern. Auch Boris Becker und Michael Stich haben eine eigene Haltestelle bekommen, alle auf der Route der Northern Line, die während der Olympischen Spiele "Basketball and Tennis" heißen wird. Usain Bolt hat seinen Platz auf der Circle Line (Athletics track) direkt neben Merlene Ottey. Und auch der fünffache Goldmedaillen-Gewinner Ian Thorpe, dessen Comeback im Schwimmbecken grandios gescheitert ist, findet sich auf der so ungewohnt aussehenden Tube-Map wieder. (Foto-Show: So sieht die Tube Map während Olympia 2012 in London aus)

6,5 Milliarden Pfund in die Tube

Was für die Touristen eine tolle Sache ist, kommt bei den Londonern nur bedingt gut an. Wie so vieles rund um das größte Sportereignis der Welt. Ausgerechnet die Tube, die fast 150 Jahre alte Underground, die jährlich über eine Milliarde Menschen transportiert, macht den Einwohnern der Stadt Sorgen.

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Viele Züge und Bahnsteige sind, um es vorsichtig auszudrücken, nicht mehr zeitgemäß. Mancher würde es als Sicherheitsrisiko bezeichnen. Und das, obwohl in den zurückliegenden Jahren die unglaubliche Summe von 6,5 Milliarden Pfund in das Netz gepumpt wurde. Doch was ist dabei herausgekommen? Die Jubilee-Line, die wichtigste Linie von der Innenstadt zum Olympiagelände, bekam ein neues Signalsystem – und fällt seitdem regelmäßig aus.

David Cameron und der Star-Regisseur

Geld. Das ist auch so ein Thema in London, über das man viel spricht, aber nicht unbedingt gerne. Denn es ist ja nicht so, dass die Stadt nach der Finanzkrise der letzten Jahren im monetären Reichtum schwimmen würde. Im Gegenteil. Doch die 9,3 Milliarden Pfund, die der Gesamtetat der Spiele mittlerweile beträgt, werden gerne investiert.

Zumindest von den Politikern um Premierminister David Cameron. Der verdoppelte unlängst übrigens den Etat alleine nur für die Eröffnungs- und Schlusszeremonien auf stattliche 81 Millionen Pfund. Die Rezession vor Augen, ist den Planern eben nichts gut genug. Und so wurde für die Inszenierung des Weltereignisses schnell noch Danny Boyle verpflichtet, Star-Regisseur des weltweiten Kino-Hit "Slumdog Millionaire".

Die größte Sorge: der Verkehrsinfarkt

Da schüttelt der gemeine Brite nur emotionslos sein Haupt, greift zu Tee und Gebäck (oder zum Pint im Pub) und sucht nach Möglichkeiten, diesem Karneval des Sports zu entfliehen. Einer Umfrage zufolge wollen zehn der gut 60 Millionen Briten gar nicht im Land sein, wenn das olympische Feuer anfängt zu brennen. Der wichtigste Grund: Olympia. Es will einfach keine olympische Stimmung aufkommen. Und das 100 Tage vor dem Event. Noch nicht, glaubt man den Worten Sebastian Coes, Vorsitzender des Organisationskomitees: "Wir sind Briten. Wir werden nur langsam warm."

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