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Borussia Dortmund hat die besseren Gierig-Profis

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Dortmund hat die besseren Gierig-Profis

15.04.2012, 11:11 Uhr | T-Online.de

Dortmund hat die besseren Gierig-Profis. Nach dem Sieg gibt es bei den BVB-Profis kein Halten mehr: Matchwinner Kehl und Co. feiern mit den Fans. (Quelle: dapd)

Nach dem Sieg gibt es bei den BVB-Profis kein Halten mehr: Matchwinner Kehl und Co. feiern mit den Fans. (Quelle: dapd)

 

Aus Gelsenkirchen berichtet Patrick Brandenburg

Nicht einmal nach Abpfiff ihres 31. Spiels in der Bundesliga wurde es leichter für die Dortmunder Borussia. Immer wieder riefen die knapp 8.000 schwarz-gelben Fans ihre Helden zurück in ihre Kurve der Schalker Arena. Insgesamt vier mal ackerte sich die Abordnung des aktuellen und wohl auch kommenden Deutschen Meisters zurück zu den Anhängern, obwohl sie den Kabinengang jedes Mal schon vor Augen hatten.

Weidenfeller, Kagawa und Co., machten die Welle, die Raupe, das ganze Programm. Feierstress pur. Aber immerhin durften die BVB-Profis tief durchatmen nach brutal harten 90 Minuten im Derby.

Klopp spricht von "außergewöhnlichem Moment"

"Das war heute richtig Arbeit für uns alle, mit einem glücklichen Sieger Borussia Dortmund“, sagte Jürgen Klopp nach dem hart erkämpften 2:1-Sieg im superintensiven 140.-Revier-Derby. Vielleicht ahnte der Trainer schon, dass der Titelrivale aus München auf diese Ansage nicht mehr würde antworten können und die achte Meisterschaft nun nur noch einen Sieg entfernt ist. Denn nach Münchens 0:0 gegen Mainz könnte der BVB am nächsten Spieltag schon vorm eigenen Anpfiff Meister werden, falls die Bayern in Bremen nicht gewinnen. In jedem Falle reicht dem BVB im späten Samstagsspiel ein Sieg über Gladbach zum erneuten vorzeitigen Titelgewinn.

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Klopp: Wir sind der absolut verdiente Sieger

BVB-Coach nach dem Triumph über den FC Bayern zufrieden. zum Video

Dass es so rosig aussehen würde, war auf Schalke lange nicht zu vermuten. Der BVB kam nur drei Tage nach der Gala gegen den FC Bayern ganz schwer in die Gänge. Über eine Stunde lang tat sich das Team überaus schwer. Dagegen hatten sich die Gastgeber bereits vor dem Halbzeitpfiff 10:2 Ecken herausgespielt, den frühen Führungstreffer durch einen abgefälschten Sonntagsschuss von Jefferson Farfan erzielt, dazu vier weitere hochkarätige Chancen herausgespielt. "Schalke war brettstark! Trotzdem gewonnen zu haben, ist ein außergewöhnlicher Moment!“, lobte Klopp.

Kahns Mantra verinnerlicht: "Weiter, immer weiter"

Gegen einen starken, hoch motivierten Rivalen lag auf dem Rübenacker der Schalke-Arena das Ende der stolzen Dortmunder Serie förmlich in der Luft. Liebend gerne hätten sich die Königsblauen für 2007 revanchiert, als der BVB ihnen den Titel mit einem Derbysieg aus der Hand riss. Würden nun die Dortmunder stolpern? Nein! Nicht dieses Team, dass um jeden Punkt kämpft. Aufgeben kommt gar nicht in Frage. "Weiter, immer weiter" - das Mantra von Bayerns Torwart-Titan Oliver Kahn aus der Drama-Saison 2001 scheint auf die Borussia übergegangen zu sein.

Denn nur wenig später verschenkten die Münchner ihre Partie gegen Mainz und damit eine durchaus vorhandene Chance. Deren Trainer Jupp Heynckes hatte vor der Partie an die Ehre seiner Profis appelliert, schickte dann aber selbst nur eine bessere B-Elf auf den Rasen, um die Stars für die Champions League zu schonen. Am Dienstag steht das Halbfinal-Hinspiel gegen Real Madrid an.

Kehl wie einst Sammer

Es passte ins Bild, dass Dortmunds Defensivspezialisten Lukasz Piszczek und Sebastian Kehl die Partie auf Schalke drehten. Nicht mit Hacke, Spitze, Olala - sondern mit Kampf und unbändigem Willen. "Wir mussten uns heute zum Fußballspielen zwingen", so Klopp. Nachdem Piszczek noch im ersten Durchgang der glückliche Ausgleich gelang, zwang Kapitän Kehl nach gut einer Stunde den Ball zum Siegtreffer förmlich über die Linie. So ähnlich wie der frühere Dortmunder Matthias Sammer bei der EM 1996 gegen Kroatien. Auch wenn Kehl Glück hatte, dass der frühere BVB-Verteidiger Christoph Metzelder ihm den Ball unfreiwillig auflegte. Klopp: "Das war heute ein Charaktertest. Meine Mannschaft hört nie auf, gierig zu sein."

Mit der Führung im Rücken spielte der BVB souveräner, hielt Königsblau vom eigenen Tor fern und ließ nur noch eine einzige Chance der Gastgeber zu. Doch Schalkes Knipser Klaas-Jan Huntelaar hatte nicht seinen besten Tag und schlug im Strafraum über den Ball, anstatt S04 mit seinem 25. Saisontreffer zurück in die Partie zu bringen. Schalkes Trainer Huub Stevens konnte sich damit brüsten, "gegen den Meister 2011 und 2012 auf einem Niveau gespielt" zu haben. Letztlich fehlte dem Tabellendritten im Vergleich zu den Gästen aber immer der gewisse Tick. "Das hat etwas damit zu tun, etwas zu erzwingen. Da waren sie gieriger als wir", zollte Stevens Respekt.

Ein Rekord jagt den anderen

Der Rest war schwarz-gelber Jubel. Auf den Tribünen, auf dem Rasen. Vor allem über den nächsten großen Schritt Richtung Titelverteidigung. Aber vielleicht auch über die Rekorde: 25 Spiele in Folge ohne Niederlage, das hat es in einer einzigen Bundesliga-Saison noch nicht gegeben. 38 Punkte in der Rückrunde ebenfalls nicht. Dortmunds Spieler definieren den Begriff Gierig-Profis neu. Vielleicht haben sie auch noch die eine oder andere Bestmarke im Blick: Mit Rang eins bis zum 34. Spieltag könnten sie in der ewigen Tabellenführerliste an Bremen vorbei auf Rang zwei stürmen. Mit der anderen Borussia aus Mönchengladbach würde der BVB gleichziehen. Und ein perfektes Saisonfinish würde mit 81 Zählern die höchste Punktzahl in der Geschichte der Bundesliga bedeuten.

31. Spieltag

VfB Stuttgart

-

SV Werder Bremen

4:1

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1. FC Kaiserslautern

-

1. FC Nürnberg

0:2

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VfL Wolfsburg

-

FC Augsburg

1:2

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FC Schalke 04

-

Borussia Dortmund

1:2

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Bayer Leverkusen

-

Hertha BSC

3:3

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Hamburger SV

-

Hannover 96

1:0

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FC Bayern München

-

1. FSV Mainz 05

0:0

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Borussia Mönchengladbach

-

1. FC Köln

3:0

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SC Freiburg

-

TSG 1899 Hoffenheim

0:0

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