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Straßenschlacht vor dem Formel-1-Rennen in Bahrain

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Straßenschlacht vor dem Formel-1-Rennen in Bahrain

18.04.2012, 21:45 Uhr | dapd

Straßenschlacht vor dem Formel-1-Rennen in Bahrain. Unruhen in Bahrains Hauptstadt Manama. (Quelle: Reuters)

Unruhen in Bahrains Hauptstadt Manama. (Quelle: Reuters)

Mit Schockgranaten sind bahrainische Sicherheitskräfte gegen regierungskritische Demonstranten vorgegangen, die eine Ausstellung im Rahmenprogramm des bevorstehenden Formel-1-Rennens gestürmt hatten. In der Hauptstadt Manama kam es zu Straßenkämpfen zwischen Protestierenden und Polizisten. Mit ihrem Protest durchkreuzten die Demonstranten die Pläne des Königshauses, ein Jahr nach der Absage des Grand Prix wegen der Unruhen im Land, den Anschein von Normalität zu erwecken.

Die Demonstration war der unmittelbare Versuch der Regierungsgegner, ihren Protest mit dem für Sonntag geplanten Rennen in Verbindung zu setzen. Zuvor hatten Regierungskritiker bereits bei einem Besuch des bahrainischen Kronprinzen in einem schiitischen Viertel ihrem Ärger über die Rückkehr der Formel 1 in ihr Land Luft gemacht.

Unruhen fordern bislang 50 Tote

Fast 50 Personen wurden seit Februar 2011 bei Zusammenstößen zwischen Demonstranten und Sicherheitskräften getötet. Mit ihren Protesten will die schiitische Mehrheit der Bevölkerung das Machtmonopol des sunnitischen Herrscherhauses brechen.

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Kronprinz Salman bin Hamad al Chalifa gilt als einer der größten Befürworter des Grand Prix' am Sonntag. Mit der Durchführung der international beachteten Veranstaltung will die Regierung demonstrieren, dass sie nach 14 Monate anhaltender Proteste und Auseinandersetzungen weiter die Oberhand hat.

Laute Kritik auch aus Großbritannien

Unterdessen forderte auch eine Gruppe britischer Parlamentarier den Stopp des Bahrain-Grand-Prix. "Dieses Parlament ist erstaunt, dass das Formel-1-Rennen in Bahrain stattfindet, obwohl Amnesty International und andere erhebliche Bedenken zur Missachtung von Menschenrechten vorgebracht haben", heißt es in dem Schreiben, das bisher von fünf Parlamentariern unterzeichnet wurde.

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