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Formel 1 in Bahrain: Darum war Vettels erster Saison-Sieg so wichtig

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Formel 1 - Grosser Preis von Bahrain  

Es vettelt wieder

23.04.2012, 10:23 Uhr | t-online.de

Formel 1 in Bahrain: Darum war Vettels erster Saison-Sieg so wichtig. Der Bann ist gebrochen: Sebastian Vettel freut sich über seinen ersten Saisonsieg. (Quelle: dpa)

Sebastian Vettel freut sich über seinen ersten Saisonsieg. (Quelle: dpa)

Eine Kolumne von Elmar Brümmer

Das freut nicht nur die kranke Oma zuhause in Heppenheim: Sebastian Vettel ist wieder eins mit sich. Erste Pole-Position der Saison, erster Sieg und dann gleich noch die erste WM-Führung. Zumindest für den Titelverteidiger hat sich der umstrittene Ausflug zum Krisen-Grand-Prix nach Bahrain gelohnt. Ein Erfolgserlebnis zur richtigen Zeit, solches Timing zeichnet einen Champion aus.

Der 22. Sieg in der Karriere des Red-Bull-Piloten, auch wenn er nur mit Rosenwasser begossen werden konnte, war aus verschiedenen Gründen sehr wichtig.

Formel 1 - Video 
Vettel meldet sich eindrucksvoll zurück

Danner und Wasser analysieren das Rennen von Bahrain. Video

Fürs Vertrauen

Eine Vertrauenskrise war ausgemacht worden nach dem durchwachsenen Start des Titelverteidiger-Teams in die vierte gemeinsame Saison. 23 Punkte aus drei Rennen, nicht immer lief alles optimal, und der aktuelle Dienstwagen war so bieder wie sein Spitzname "Abbey“. Partout wollte Vettel am alten Auspuffsystem festhalten, aber das Team wollte ihn auf die moderne Version umpolen, die auch Teamkollege Mark Webber einsetzt. Verkündet wurde das via Servus-TV und Rennstallberater Helmut Marko. Der Rennfahrer schwieg, sprach vom gemeinsamen Willen – und fuhr auch mit der ungeliebten Variante gleich schneller als der australische Kollege. "Es war kein optimaler Saisonstart, aber es gab keinen Grund, in Panik zu verfallen, oder das Vertrauen zu verlieren. Es gab viele Erwartungen - aber am meisten haben wir von uns selbst erwartet." Jetzt weiß jeder wieder, wem er am besten vertrauen kann. "Seb war einfach großartig", sagt Teamchef Christian Horner.

Fürs Standing

Den Mechanikern zu danken, das klingt nach Pflichtübung bei den meisten Formel-1-Piloten, oder nach Marketing-Sprech. Vettel war es nach dem Triumph von Sakhir jedoch ein Bedürfnis, die Rolle der Rennmannschaft aus Milton Keynes ausdrücklich zu danken: "Dieser Sieg gehört wirklich meinen Mechanikern, die in den letzten Wochen Großes geleistet und wenig geschlafen haben. Ich bin glücklich und stolz auf dieses Team." So ein Lob macht manches Schlafdefizit wett. Echte Champions sind auch Motivationskünstler. Denn sie wissen: Am Ende ist die Ego-Disziplin Formel 1 immer auch ein Mannschaftssport. "Zum ersten Mal haben wir in dieser Saison alles zusammen gebracht", bilanziert der Sieger. Mit der Betonung auf zusammen.

Fürs Können

Die Reifen entscheiden in dieser Kapriolen-Saison über den Sieger mehr, als es jeder Vettel'sche Willen tun kann. "Sanft und schnell" war der Umgang von Vettel mit den schwierigen Pirelli-Pneus. Sein Handicap: Er hatte einen frischen Satz Gummi weniger als der direkte Konkurrent Kimi Räikkönen. Da muss man schon zaubern, und gute Nerven haben, wenn aus dem kleinen schwarzen Punkt im Rückspiegel plötzlich ein dicker dunkler Fleck geworden ist. "Es war sehr schwer, Kimi hat irgendwie immer wieder einen Reifenhändler gefunden, der ihm frische neue verkauft hat." Sich auf der letzten Rille bewegen, das ist etwas, was Sebastian Vettel seit seinem Sensationstitel von 2010 besonders gut kann. So hielt er in Bahrain durch, bis er selber wieder Frisches aufgezogen bekam. Von da an war Räikkönen, was die Siegchancen anging, Geschichte.

Fürs Gefühl

Ehrlich fährt am längsten, deshalb gesteht der Sieger hinterher: "Erwartet habe ich das hier alles so nicht, aber ich fühle mich im Auto jetzt wirklich viel besser. Die Balance ist wieder so, dass ich konstant an das Limit gehen kann. Ich wusste, was ich vom Auto zu erwarten habe, und das hat unterm Strich den Unterschied gemacht." In der Qualifikation, im Rennen – und in der WM-Wertung. Feier-Abend, das klingt bei ihm so: "Im Moment bin ich einfach glücklich, egal, was im nächsten Rennen passiert."

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