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"Killer"-Saison in NBA: Olympia für US-Stars in Gefahr

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"Killer"-Saison in NBA: Olympia für US-Stars in Gefahr

03.05.2012, 13:45 Uhr | dpa

"Killer"-Saison in NBA: Olympia für US-Stars in Gefahr. Derrick Rose erwischte es in den Playoffs mit einem Kreuzbandriss.

Derrick Rose erwischte es in den Playoffs mit einem Kreuzbandriss. (Quelle: dpa)

Chicago (dpa) - Die Erben des legendären Dream Teams um Michael Jordan zittern vor dem nächsten Verletzungs-Alptraum. Nach dem Kreuzbandriss von Derrick Rose fehlt den US-Basketballern bereits ein Viertel des vorläufigen Olympia-Kaders - und der Playoff-Weg in der NBA ist für die Stars noch lang.

"Ich bete, dass es jetzt vorbei ist", beschwor Jerry Colango, Vorsitzender von USA Basketball, ein Ende der Serie an Hiobsbotschaften vor den Olympischen Spielen in London.

Wegen des engen Zeitplans in der durch den Lockout verkürzten Saison fielen vor Rose schon Center-Koloss Dwight Howard (Rücken-OP), Aufbauspieler Chauncey Billups (Achillessehnenriss) und All-Star LaMarcus Aldridge (Hüft-OP) aus. Dirk Nowitzkis Teamkollege Lamar Odom vom Meister Dallas Mavericks sagte wegen persönlicher Probleme ab. Und die Profiliga betreibt Ursachenforschung für die Misere: Verkraften die Profis die rasante Terminhatz mit 66 Hauptrunden- Partien in 122 Tagen und der jüngst begonnenen K.o.-Runde nicht?

"Du weißt, dass diese Saison ein Killer ist", sagte kürzlich Roses Mannschaftskamerad Richard Hamilton, der bei den Chicago Bulls selbst mehrfach pausieren musste. "Du musst dem Drang widerstehen, zurückzustürmen, weil dein Körper es nicht schaffen wird, wenn du nicht auf ihn hörst." Auch aus Sicht von Lakers-Legende Magic Johnson hat "diese komprimierte Saison Jungs wie Derrick Rose wehgetan. Wir haben eine Verletzung nach der anderen gesehen".

Nachdem Rose in seinen ersten drei Spielzeiten nur sechs von 286 Partien verpasst hatte, schleppte sich der wertvollste Spieler von 2010/11 nun von Blessur zu Blessur. Mal schmerzte sein Zeh, mal der Rücken, mal die Hüfte, bis beim Playoff-Start das Knie kollabierte.

Die Spanier Ricky Rubio (Kreuzbandriss) und Rudy Fernandez (Rücken-OP) sowie Australiens Andrew Bogut (Knöchel-OP) fehlen als weitere potenzielle London-Stars. Dwyane Wade (Knöchel) und Carmelo Anthony (Leiste), beide US-Olympiasieger von 2008, mussten diese Saison ebenfalls länger pausieren. Doch NBA-Commissioner David Stern sieht keinen Zusammenhang zum Spielplan. Auch wenn sich die Athleten vor der Saison wegen des Kontaktverbots im Arbeitskampf nicht von den Teamphysios pflegen lassen durften. "Ich denke nicht, dass es in Beziehung steht. Null", meinte Stern.

Inzwischen ist das erweiterte Aufgebot der USA von 20 auf 15 Spieler geschrumpft. Dass in Tyson Chandler nur noch ein NBA-Center zur Verfügung, gilt mit Blick auf Europameister Spanien als Gold-Gefahr. Eine Schmach wie 2004, als Argentinien den eingeplanten Olympiasieg vermasselte, soll unbedingt verhindert werden.

Deshalb hat das US-Team den geplanten Nominierungstermin für den 12-Mann-Kader am 1. Juni verworfen, um jede Möglichkeit bis zur Frist am 18. Juni auszuschöpfen. "Es wäre lächerlich mit all den Playoff-Partien, dass wir früher ein Team auswählen", sagte Colango. Zudem überlegt er, mit "ein, zwei" jüngeren Athleten das Loch unter dem Korb zu stopfen.

Bis zur Meisterentscheidung Ende Juni muss der Verbandschef um seine Stars zittern. "Die gute Nachricht ist, dass so viele Leute das Verlangen haben zu spielen, so dass wir sehr tief sein werden", meinte Colango, "außer es passiert ein neuer Ausbruch."

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