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"Kreissäge" Kuhn kämpft um Platz beim NFL-Champ

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"Kreissäge" Kuhn kämpft um Platz beim NFL-Champ

04.05.2012, 18:32 Uhr | dpa

"Kreissäge" Kuhn kämpft um Platz beim NFL-Champ. Markus Kuhn (l) nötigt in einem Collegespiel den gegnerischen Quarterback zu einem schnellen Wurf.

Markus Kuhn (l) nötigt in einem Collegespiel den gegnerischen Quarterback zu einem schnellen Wurf. (Quelle: dpa)

Raleigh (dpa) - Die New York Giants wählen Markus Kuhn - als sein Name über das Laufband beim Sportsender ESPN flimmert, ist es für den gebürtigen Mannheimer Footballer ein "unglaublicher Moment". Der Traum von der NFL scheint jetzt greifbar nah zu sein.

Erst als dritter Deutscher wurde der 135-Kilo-Koloss in der alljährlichen NFL-Talente-Draft gezogen und das sogar vom aktuellen Super Bowl Champ der National Football League. Bei den Giants will er nun einen Kaderplatz für die kommende Saison erobern. "Ich habe fünf Jahre hart darauf hingearbeitet", sagt der Defensive Tackle begeistert, "dass ich dafür belohnt werde, gedraftet zu werden, ist ein unglaublicher Traum, der in Erfüllung geht."

Um sich diese Sehnsucht vom professionellen American Football zu erfüllen, wagt er mit Anfang 20 den Schritt in die USA. Ohne einen Termin zu haben, marschiert er begleitet von seinem Vater "einfach in die Unis der Ostküste" und bewirbt sich mit einer Highlight-DVD um ein Football-Stipendium. Kuhn überzeugt, im Bundesstaat North Carolina wird er an der NC State Mitglied des Wolfpacks und setzt sich trotz seiner geringen Erfahrung durch.

Erst im - für amerikanische Verhältnisse späten - Alter von 15 hatte er seine Karriere bei den Weinheim Longhorns gestartet, nachdem er sich nach einem Familienurlaub in Florida "direkt in den Sport verliebte". "Ich wusste immer ganz genau, dass ich gegen die Amerikaner weniger Chancen habe, wenn es um das Footballtechnische, um die spielerischen Fähigkeiten direkt geht", erzählt Kuhn von seinen Anfängen in Raleigh, "ich musste irgendetwas anderes besser machen als sie. Deswegen war ich morgens immer der Erste im Kraftraum und bin abends als Letzter raus."

Auch in der NFL führt der Weg zur Anerkennung nur über harten Einsatz. Analysten beschreiben ihn als möglichen "Rohdiamanten", der noch an seiner Technik feilen muss, aber schon vor allem mit seiner Kraft und Arbeitseinstellung besticht. New Yorks General Manager Jerry Reese schätzt ihn als "gym rat" - "er ist ein Fitnessfanatiker, groß, stark, zäh. Er ist wie eine Kreissäge."

Doch noch gibt es einiges zu tun, bis Kuhn für die Giants den gegnerischen Angriff stoppt und damit der dritte deutsche NFL-Feldspieler nach Constantin Ritzmann und Sebastian Vollmer wäre. Nach seinem 26. Geburtstag am Samstag geht es für den 1,94 Meter großen Athleten kommende Woche zu einem Trainingslager der Rookies nach New York. Gut einen Monat vor dem Saisonstart im September beginnt die heiße Vorbereitungsphase. Von zu Beginn 90 Spielern wird der Kader bis auf 53 reduziert.

Eine Phase, die für Kuhn ähnlich nervenaufreibend wie der Drafttag werden könnte. Gemeinsam mit seinem aus Spanien eingeflogenen Vater, seiner Freundin und einem Kumpel verfolgte er das Geschehen in seinem Appartement am TV, immer in Kontakt mit seinem Agenten.

In der siebten und letzten Runde haben die Giants nur noch weniger als drei Minuten, um ihre Wahl zu verkünden und nach Uwe von Schamann (Miami Dolphins/1979) und Sebastian Vollmer (New England Patriots/2009) einen Deutschen zu draften. "Da wurden wir alle schon ein bisschen nervös und haben auf das Telefon gestarrt", berichtet Kuhn. Bis eine New Yorker Nummer aufleuchtet und ein "unfassbarer Traum" beginnt, langsam Realität zu werden.

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