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DSV vermeidet vor Olympia-Quali konkrete Zielvorgaben

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Schwimmer vor DM: Nur die Olympia-Qualifikation zählt

09.05.2012, 16:49 Uhr | dpa

DSV vermeidet vor Olympia-Quali konkrete Zielvorgaben. Für Paul Biedermann ist die Olympia-Qualifikation wichtiger als die Zeit.

Für Paul Biedermann ist die Olympia-Qualifikation wichtiger als die Zeit. (Quelle: dpa)

Berlin (dpa) - Sogar die dreimalige Olympionikin Britta Steffen hat noch "Bammel" vor einer Olympia-Qualifikation. Bei den deutschen Meisterschaften von diesem Donnerstag an in Berlin kämpfen die Schwimmer um die Tickets für die London-Spiele.

Klappt es im schnellen Becken des Europasportparks nicht, gibt es bei der EM in Debrecen (Ungarn) vom 21. bis 27. Mai eine weitere Chance. Die Nachrichtenagentur dpa beantwortet die wichtigsten Fragen.

Beide wollen und sollten eine erste Duftmarke in der Olympia-Saison setzen und deutlich unter der Normzeit bleiben. Biedermann hat sich bisher kaum gezeigt und vermeidet konkrete Zeitziele. "Nur die Olympia-Quali zählt", sagt er. Britta Steffen will über 100 Meter Freistil um die 53,5 Sekunden schwimmen. Die Niederländerin Ranomi Kromowidjojo schwimmt mit ihrer Weltjahresbestzeit (52,71) derzeit in einer eigenen Liga.

Nein, auch weil der Verband in diesem Jahr die Kriterien lockerte. 2011 war noch Platz zwölf der bereinigten Rangliste des Vorjahres für ein WM-Ticket nötig. Als Folge trainierten einige voll auf die DM hin und hatten dann bei der WM nichts mehr zuzusetzen. Diesmal reicht die Zeit, die bei der WM von Shanghai für Platz zehn gelangt hätte. Damit liegen die Olympia-Normen nur bei vier Wettkämpfen über den im Vorjahr geforderten Zeiten. 2011 mussten die Schwimmer auf sechs Strecken deutschen Rekord für die WM-Teilnahme schwimmen, nun nur über die 200 Meter Schmetterling der Herren. "Die Normzeiten sind okay, machbar", urteilt Doppel-Olympiasiegerin Britta Steffen.

Nein. Die meisten anderen großen Schwimm-Nationen hatten ihre nationale Olympia-Qualifikation bereits im März oder April und konnten so bereits früher Top-Leistungen zeigen. In Absprache mit den Heimtrainern kehrte der Verband für die DM zum in der Vergangenheit bewährten Abstand von neun Wochen vor dem Saisonhöhepunkt zurück. Alle deutschen Schwimmer haben speziell auf diese Meisterschaft hintrainiert, um die Olympia-Norm zu schaffen. Die US-Amerikaner haben ihre Trials sogar erst einen Monat vor Beginn der Spiele.

Leistungssportdirektor Lutz Buschkow ist aus Schaden klug geworden und nennt im Gegensatz zu den Vorjahren konkrete Ziele. Inklusive der Staffeln sollten etwa zwei Dutzend Schwimmer in London dabei sein. 2008 waren 25 deutsche Beckenschwimmer (15 Frauen/10 Männer) nominiert worden.

Der in den USA trainierende Dimitri Colupaev unterbot über 200 Meter Freistil schon im März die EM-Norm und könnte ein starker Konkurrent für Biedermann auf dessen Spezialstrecke sein. Im Mannheimer Philip Heintz sorgte endlich mal wieder ein Youngster für gute Leistungen über Schmetterling- und Lagen-Strecken.

Brustspezialist Hendrik Feldwehr musste wegen einer schweren Adduktorenverletzung passen. Unterbietet nur ein Schwimmer die Norm, könnte der Essener auch mit Blick auf die Lagen-Staffel mittels einer Einzelfall-Entscheidung zur Nominierung vorgeschlagen werden.

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