11.05.2012, 22:32 Uhr | t-online.de, dpa
Selcuk Alibaz (li.) im Zweikampf mit Karlsruhes Elias Charalambous. (Quelle: dapd)
Die Entscheidung darüber, wer im kommenden Jahr in der 2. Bundesliga spielen wird, ist auf den kommenden Montag vertagt. Das Hinspiel der Relegation zwischen dem Dritten der 3. Liga, SSV Jahn Regensburg, und dem Drittletzten der 2. Bundesliga, dem Karlsruher SC, fand keinen Sieger. Vor 10.724 Zuschauern trennten sich beide Kontrahenten 1:1 (0:0). Selcuk Alibaz, bester Jahn-Akteur auf dem Platz, hatte die Gastgeber mit einem unberechtigten Foulelfmeter in Führung gebracht. Pascal Groß gelang der nicht unverdiente Ausgleich für die Badener, die nun für das Rückspiel im heimischen Wildpark eine sehr gute Ausgangsposition für den Klassenverbleib haben.
Der KSC übernahm von Anpfiff weg das Kommando, konnte aber die Nervosität der Regensburger nicht nutzen. Die Gastgeber kamen mit dem aggressiven, frühen Stören der Badener zunächst nicht klar, fabrizierten zudem bereits im Spielaufbau aus der eigenen Abwehr Fehler. Nach einer Viertelstunde fing sich dann das Team von SSV-Trainer Markus Weinzierl, dessen Weggang nach Saisonende zum Bundesligisten FC Augsburg immer wahrscheinlicher wird. Mit den selbstsicherer werdenden Oberpfälzern gewann die Partie an Qualität, wenngleich hochkarätige Chancen auf beiden Seiten Mangelware blieb.
Nach dem Seitenwechsel erhöhten beide Mannschaften das Tempo und versuchten in Strafraumnähe zu gelangen. Nach 53 Minuten prüfte KSC-Stürmer Klemen Lavric erstmals Jahn-Torhüter Michael Hofmann mit einem Kopfball. Doch auch Regensburg, das mit einer leicht veränderten taktischen Aufstellung aus der Kabine kam, machte auf sich aufmerksam. Der Strafstoß kam allerdings glücklich zustande, denn Stefan Binder wurde von Sebastrian Schieck nicht getroffen.
Danach drückte der KSC, der zuletzt im August 2011 beim 2:0 in Aue einen Auswärtssieg gefeiert hatte. Groß scheiterte zunächst noch mit einem Gewaltschuss an Hofmann (63.), der den Ball mit einer großen Parade an den Außenpfosten lenken konnte. 13 Minuten später machte er es besser und traf ins untere Eck. Dennoch hat die Serie der Drittligisten weiter bestand: Noch nie konnte ein Zweitligist in den bisherigen sieben Relegations-Begegnungen gewinnen. Und weil Regensburg zu einer der stärksten Auswärtsmannschaften der 3. Liga zählt, ist im Rückspiel viel Spannung geboten.
Quelle: t-online.de, dpa
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