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Koch-Sieg als "Abschiedsgeschenk" für toten Oen

12.05.2012, 15:04 Uhr | dpa

Koch-Sieg als "Abschiedsgeschenk" für toten Oen. Marco Koch in Aktion.

Marco Koch in Aktion. (Quelle: dpa)

Berlin (dpa) - Es war der Moment, in dem es um Marco Koch herum still wurde. In seine Freude über die geglückte Olympia-Qualifikation über 200 Meter Brust mischte sich tiefe Trauer über den Tod von Schwimm-Weltmeister Alexander Dale Oen, mit dem Koch oft zusammen trainiert hatte.

"Die letzten Wochen waren schon schwer für den Kopf, da war ich im Wasser nicht immer wirklich bei der Sache. Heute war die Beerdigung in Norwegen, das Rennen war für ihn, quasi ein Abschiedsgeschenk", sagte der 22-Jährige nach seinem Sieg bei den deutschen Meisterschaften in Berlin.

In gemeinsamen Trainingslagern freundeten sich die beiden an, sahen sich zuletzt zu Jahresbeginn auf Teneriffa. Die Todesnachricht schockte Koch. "Es hat mich schon deutlich mehr belastet, als ich im ersten Moment angenommen habe. Ich bin schon ein bisschen zusammengebrochen. Er war einer der ehrlichsten und aufrichtigsten Menschen, die ich kannte", sagte der Darmstädter.

Dale Oen war am 30. April während des Höhentrainingslagers in Flagstaff/Arizona tot in der Dusche gefunden worden. Erste Untersuchungen gingen von einem Herzstillstand aus, die genaue Diagnose wird erst in einigen Wochen feststehen. Der plötzliche Tod mit 26 Jahren führte zu neuen Spekulationen darüber, inwieweit Spitzensportler trotz Infekten zu früh mit dem Training beginnen. "Natürlich ist die Verlockung groß, direkt wieder anzufangen, wenn man sich gut fühlt. Bestimmt habe ich das schon gemacht, es ist einfach so", sagte Koch achselzuckend dazu.

Seine 2:09,48 Minuten bedeuteten Rang vier in der Weltrangliste und sollen noch nicht das Ende seiner positiven Leistungsentwicklung sein. "Die letzten 50 Meter bin ich sehr verkrampft geschwommen. Der Kopf wollte mehr als der Körper konnte", schilderte Koch.

Drei Jahre nach seinem Europarekord an gleicher Stelle und ein Jahr nach dem Tiefpunkt mit der verpassten WM präsentierte er sich nicht nur körperlich fitter, sondern auch psychisch gereift. "Ich bin abgeklärter, habe Routine bekommen. Ich bin stärker denn je", erklärte Koch, der nach Trainingsplänen des ehemaligen Bundestrainers Dirk Lange arbeitet.

Zudem halfen ihm auch die schlauchenden sieben Weltcups auf drei Kontinenten im Herbst und die Trainingslager mit Dale Oen und Südafrikas Ex-Weltmeister Cameron van der Burgh: "Ich bin oft gegen gute Schwimmer geschwommen, da ist die Angst weg."

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