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Deutsche Turnerinnen nur Achte im EM-Teamfinale

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Deutsche Turnerinnen nur Achte im EM-Teamfinale

12.05.2012, 19:03 Uhr | dpa

Deutsche Turnerinnen nur Achte im EM-Teamfinale. Nadine Jarosch und Co.

Nadine Jarosch und Co. (Quelle: dpa)

Brüssel (dpa) - Ihre Gesichter sprachen Bände. 76 Tage vor den Spielen in London sind die deutschen Turnerinnen von ihrer Olympia-Form noch weit entfernt. Am Samstag leistete sich die Riege im Team-Finale der Europameisterschaften von Brüssel zu viele Patzer und belegte nur Rang acht.

"Das war heute kein guter Tag für uns. Das müssen wir erst mal verdauen, aber wir lassen die Köpfe nicht hängen. Bis Olympia gibt es noch einiges zu tun", urteilte Cheftrainerin Ulla Koch. "Die Mädels wollen nicht einfach nur nach London fahren, unser Ziel beleibt das Team-Finale bei Olympia", fügte sie hinzu.

Die Mannschaft um die Olympia-Zweite Oksana Chusovitina kam nur auf 160,497 Punkte und verdarb sich eine bessere Platzierung durch schwere Fehler an Balken und Barren. Die Turnerinnen verfehlten damit das bisher beste Abschneiden einer deutschen Riege aus den Jahren 1996 und 2008 mit jeweils EM-Rang sieben. "Manchmal ist ein Dämpfer zur rechten Zeit gar nicht so schlecht", meinte die 36-jährige Chusovitina, die am Sonntag im Sprung-Finale zu den Favoriten zählt.

Der Titel in der zehnten Team-Entscheidung der EM-Geschichte ging zum sechsten Mal an die Rumäninnen um die Olympiasiegerinnen Sandra Izbasa und Catalina Ponor sowie die 15-jährige Newcomerin Larisa Iordache. Mit 176,288 Punkten setzten sich die Turnerinnen vom Balkan vor 4000 Zuschauern in der Brüsseler Expo-Arena vor Titelverteidiger Russland (175,536) und Italien (171,430) durch. Die deutschen Damen starteten ausgerechnet am Problemgerät Schwebebalken und mussten durch Kim Bui und Nadine Jarosch gleich zwei Abstürze hinnehmen. Von Position acht aus versuchten sie die Aufholjagd, kamen aber trotz stabiler Übungen am Boden und Sprung nicht mehr vom Schlussrang weg. Als am abschließenden Stufenbarren alle drei Turnerinnen nicht fehlerfrei blieben, ging nichts mehr.

"Das wird uns in unserer Olympia-Vorbereitung nicht zurückwerfen. Wir wollten angreifen und haben gesagt, dass wir nicht auf Sicherheit turnen. Mit unseren Fehlern verlieren wir auch nicht unseren guten Ruf: Entscheidend ist Olympia", bilanzierte Ulla Koch.

Neben Chusovitina steht auch Kim Bui aus Stuttgart am Sonntag im Finale und will am Stufenbarren möglichst ihre Bronzemedaille von Berlin wiederholen. "Ihre Fehler am Barren werden sie wachrütteln. Am Sonntag werden wir von ihr eine andere Übung sehen", meinte die Cheftrainerin. "Solche einen Weckruf hätte ich nicht gebraucht, ich werde hellwach ans Gerät gehen", kündigte Kim Bui an.

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