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Formel 1: Hamilton muss vom Ende des Feldes starten

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Hamilton muss vom Ende des Feldes starten

12.05.2012, 20:45 Uhr | dpa, sid

Formel 1: Hamilton muss vom Ende des Feldes starten. Lewis Hamilton hat seine Pole in Spanien verloren. (Quelle: imago)

Lewis Hamilton hat seine Pole in Spanien verloren. (Quelle: imago)

Formel-1-Pilot Lewis Hamilton hat seine Pole Position für den Großen Preis von Spanien nachträglich an Pastor Maldonado verloren und darf nur vom Ende des Feldes starten. Weil der McLaren-Fahrer nach seiner letzten gezeiteten Runde sein Auto auf Anweisung seines Teams auf der Strecke abgestellt hatte und nicht wie im Reglement gefordert bis in den Parc fermé in der Boxengasse gefahren war, disqualifizierten ihn die Rennkommissare.

Damit muss McLaren die Feier der 150. Pole Position der Teamgeschichte vertagen. Dafür steht der Venezolaner Maldonado jetzt vor Lokalmatador Fernando Alonso im Ferrari auf Platz eins in der ersten Reihe. Die letzte Pole Position für Williams hatte zuvor Nico Hülkenberg 2010 in Sao Paulo geholt.

Zu wenig Benzin im Tank

Laut Artikel 6.6.2 des technischen Formel-1-Reglements muss mindestens so viel Benzin getankt sein, dass ein Fahrer nach der Qualifikation noch in den Parc fermé zurückkehren kann. Die Regel soll verhindern, dass Fahrer dadurch Benzin sparen. Denn für technische Überprüfungen muss noch mindestens ein Liter Benzin im Tank sein. Bei Hamilton waren es zum Zeitpunkt seines Stopps auf der Strecke noch 1,3 Liter, für den restlichen Weg hätte er aber wohl noch rund zwei Liter benötigt. Eine Ausnahme von dieser Regel wäre nur bei einem technischen Defekt gegeben.

Fahrer rücken einen Platz auf

Die deutschen Formel-1-Stars spielten beim Kampf um den begehrten ersten Startplatz am Samstag keine Rolle, profitieren aber wie alle anderen von Hamiltons Strafe. Nico Rosberg als nun Sechster, Titelverteidiger Sebastian Vettel als Siebter und Rekord-Weltmeister Michael Schumacher als Achter müssen trotzdem mit einer rasanten Aufholjagd und einem perfekten Reifen-Poker ihr Glück versuchen.

Vettel versuchte ganz zum Schluss vergeblich, auf dem Circuit de Catalunya die Bestzeit noch zu knacken. Als der Red-Bull-Pilot aus Heppenheim bemerkte, dass dies nicht klappt, brach er die Runde ab. "Ich wäre glücklicher, wenn ich ganz vorne wäre. Das fuchst einen natürlich", räumte er frustriert ein. "Man muss es akzeptieren, dass die andern schneller waren." Der zweimalige Champion hatte sogar mit einem Föhn den besonders beanspruchten rechten Vorderreifen gekühlt. Aber auch diese verzweifelte Aktion half nichts.

Schumacher verzichtet auf einen Versuch

Mercedes-Pilot Schumacher verzichtete sogar komplett auf einen ernsthaften Versuch. "Es war für uns einfach nicht mehr drin. Beim Qualifying, was unsere Stärke war, sind wir eher ins Hintertreffen geraten. Das Kräfteverhältnis hat sich sicherlich verändert", konstatierte der sechsmalige Spanien-Sieger. "Das Rennen wird eine schwierige Nummer für uns."

Als einziger der drei Deutschen, die die dritte Runde erreicht hatten, gab Rosberg im zweiten Silberpfeil richtig Gas. "Es war insgesamt sehr schwierig heute", sagte er. Nico Hülkenberg belegte im Force India erst den 14. Rang, Marussia-Pilot Timo Glock wurde 22: Beide gewinnen aber ebenfalls einen Startplatz.

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