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Pastor Maldonado: Vom Paydriver zum Siegfahrer in der Formel 1

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Maldonado lässt seine Kritiker verstummen

14.05.2012, 13:18 Uhr | sid

Pastor Maldonado: Vom Paydriver zum Siegfahrer in der Formel 1. Pastor Maldonado genießt sichtlich die Sektdusche. (Quelle: Reuters)

Pastor Maldonado genießt sichtlich die Sektdusche. (Quelle: Reuters)

Ziel erreicht: Mit seinem ersten Formel-1-Triumph hat Pastor Maldonado sein Stigma abgelegt, nicht mehr als ein Paydriver zu sein. Ziel erreicht aber auch für Hugo Chavez: Venezuelas umstrittener Staatspräsident hatte Maldonados Einstieg in die Königsklasse großzügig finanziert und hat nun den schnellsten Botschafter, den er sich wünschen kann.

Kein Wunder, dass Chavez nach Maldonados historischem Erfolg in Barcelona gleich überschwänglich twitterte. "Bravo Pastor! Glückwunsch an Dich und dein ganzes kämpferisches Team!", schrieb Chavez und schloss den Tweet mit dem pathetischen Schlachtruf "Venceremos!" ("Wir werden siegen!").

Hülkenberg mit viel Geld ausgestochen

Auch in Maldonado hatte sich nach dem ersten GP-Sieg eines Venezolaners in der bis 1950 zurückreichenden Geschichte der Königsklasse der Patriot Bahn gebrochen. "Das ist großartig für Venezuela, nach fast 30 Jahren ohne einen Fahrer in der Formel 1", sagte der 27-Jährige, der mit einem Schlag die Formel-1-Ergebnisse des früheren Motorrad-Weltmeisters Johnny Cecotto in den Schatten gestellt hat: "Ich kann mich sehr glücklich schätzen, ein ganzes Land hinter mir zu haben."

Und die Öl-Millionen seines Staatspräsidenten, die ihm 2010 das Cockpit von Nico Hülkenberg bei Williams beschert hatten. Nico Hülkenberg, der kurz zuvor dem britischen Traditionsteam sensationell nach langer Durststrecke endlich wieder eine Pole Position beschert hatte. Nico Hülkenberg, gegen den Maldonado 2009 als Teamkollege in der GP2-Serie absolut chancenlos war. Kein Wunder, dass er sofort als Bezahlfahrer abgestempelt wurde, obwohl er immerhin den GP2-Titel 2010 als Referenz vorweisen konnte.

Lauda zieht seine Kappe

Den "Paydriver" wurde er in seiner gesamten Debütsaison, in der er lediglich einen Punkt holte, nicht los. 2012 war er zwar von Beginn an schneller, warf aber beim Auftakt in Melbourne den möglichen sechsten Platz in der letzten Runde selbst weg, als er in die Mauer flog. In Barcelona schenkte er so ganz nebenbei seinem Teamchef Frank Williams nachträglich zum 70. Geburtstag den ersten Sieg seit fast acht Jahren.

Mit einem fehlerfreien Rennen, das sogar den dreimaligen Weltmeister Niki Lauda faszinierte. "Das ist für mich die unglaublichste Leistung der vergangenen Jahre, dass Maldonado dem Druck von Alonso standhielt, ihn so distanzierte und dann gewann", sagte der Österreicher: "Er hat sich mit einem Schlag in die Top-Liga der Fahrer katapultiert."

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