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Fortuna Düsseldorf oder Hertha BSC: Wer setzt sich in der Relegation durch?

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Von "Abstiegsberlinern", den Toten Hosen und Urlaubs-Diskussionen

14.05.2012, 18:30 Uhr | dpa, dapd, sid

Fortuna Düsseldorf oder Hertha BSC: Wer setzt sich in der Relegation durch?. Herthas Christoph Janker (li.) im Zweikampf mit Andreas Lambertz (Quelle: imago)

Herthas Christoph Janker (li.) im Zweikampf mit Andreas Lambertz (Quelle: imago)

In Düsseldorfer Bäckereien gibt es "Abstiegsberliner". In der Stadt diskutieren sie bereits angeregt darüber, ob der Rathausplatz für die Aufstiegsfeierlichkeiten zu klein ist. Und die Toten Hosen sollen bei der Aufstiegsparty auftreten. Man könnte es angesichts der Euphorie rund um Fortuna fast vergessen, aber: Noch trennen den Klub mindestens 90 Minuten vom Aufstieg in die Bundesliga. Oder umgekehrt ausgedrückt: Noch darf Hertha BSC darauf hoffen - trotz der miserablen Ausgangslage nach dem 1:2 im Heimspiel - in der Bundesliga zu bleiben. Die Entscheidung fällt Dienstag in Düsseldorf (ab 20.15 Uhr im Live-Ticker von t-online.de).

Am 31. Mai 1997 hatte die Fortuna ihr bis heute letztes Erstliga-Spiel absolviert. 1:1 gegen den Hamburger SV, nur noch 11.000 Fans wollten die bereits abgestiegene Mannschaft im Rheinstadion sehen. Nun ist die ganze Stadt elektrisiert und bei Fortuna geben sie sich alle Mühe, darauf hinzuweisen, dass es bislang überhaupt keinen Grund zum Feiern gibt: "Alle die glauben, dass schon alles entschieden ist, denen muss ich entgegnen, dass schon viel im Fußball passiert ist", gibt sich Trainer Norbert Meier als Warner und Mahner.

Lambertz droht

Kapitän Andreas Lambertz droht in Richtung eventuell zu lasch agierender Teamkollegen sogar drastische Maßnahmen an: "Wenn einer denkt, wir wären aufgestiegen, dem springe ich seitlich ins Knie." Auf der Vereins-Webseite stehen die Jahreszahlen der bisherigen Aufstiege, 1966, 1971, 1989 und 1995, dahinter ein Ausrufezeichen. 2012 ist mit einem Fragezeichen versehen. Frei nach dem Motto: Bloß nicht übermütig werden.

Diese Gefahr besteht in Berlin ohnehin nicht. Vor dem letzten Akt einer desaströsen Saison wird alles bemüht, was irgendwie Mut machen kann: "Wir werden versuchen, an die guten Auswärtsleistungen in dieser Saison anzuknüpfen", sagt Manager Michael Preetz. In Sachen Durchhalteparolen kennen sich die Verantwortlichen inzwischen bestens aus. Doch seine Aussage wird statistisch untermauert. In der Auswärtstabelle liegt Hertha auf Rang zehn. Verbockt hat es der Hauptstadtklub zu Hause, wo nur vier Siege in 17 Versuchen heraussprangen.

Preetz denkt an die Fans

Obwohl die Vorstellungen im Olympiastadion zum Teil unfassbar schlecht waren - so beim 1:2 gegen Absteiger 1. FC Kaiserslautern, um nur ein Beispiel zu nennen - präsentierten sich zumindest die Fans kontinuierlich in Bundesliga-Form. "Die Fans haben es verdient, dass Hertha BSC nächstes Jahr in der Bundesliga spielt", sagt Preetz. Die Mannschaft hat in der Rückrunde nur selten gezeigt, dass sie es verdient hat, drinzubleiben. Aber da sich mit Lautern und dem 1. FC Köln zwei noch schlechtere Teams fanden, lebt die Hoffnung immer noch. Und wenn sie noch so gering ist.

Wie so oft in dieser Spielzeit, ging es auch zwischen den beiden Spielen gegen Düsseldorf bei Hertha wieder rund. Christian Lell und Änis Ben-Hatira wurden im Training handgreiflich. Zudem sorgte die Aussage von Trainer Otto Rehhagel, "wenn es am Dienstag zu Ende ist, dann fahre ich in den Urlaub“, für viel Wirbel. Rehhagel wurde daraufhin vorgeworfen, der mögliche Abstieg interessiere ihn nicht so wirklich. "Das ist Papperlapapp. Ich war zweieinhalb Monate nicht mehr zu Hause und stand hier Tag und Nacht zur Verfügung", so Rehhagel beim TV-Sender rbb.

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