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Sportmediziner diskutieren "Causa Erfurt" kontrovers

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Sportmediziner diskutieren "Causa Erfurt" kontrovers

14.05.2012, 18:52 Uhr | dpa

Oberhof (dpa) - Doping-Experte Dirk Clasing hat die Kehrtwende der Welt-Anti-Doping-Agentur (WADA) in der Erfurter Blutmanipulations-Affäre kritisierte.

Der Mitgründer der nationalen Agentur NADA ist mit der Entscheidung "überhaupt nicht zufrieden", sagte er vor der Delegiertenversammlung der Deutschen Gesellschaft für Sportmedizin und Prävention (DGSP) in Oberhof. Jegliche Manipulation von Blut sei nach Ansicht des Mediziners seit Mai 1986 verboten.

Die WADA hatte dagegen Ende April überraschend mitgeteilt, dass die vom Erfurter Sportmediziner Andreas Franke in Erfurt angewandte UV-Bestrahlung von Blut erst seit dem 1. Januar 2011 verboten ist. Franke hatte diese Methode angeblich zur Infekt-Vorsorge bei rund 30 Sportlern angewendet. "Die sollen sich an ihre Gesetze halten", forderte Clasing die WADA auf. Man müsse davon ausgehen, dass weiter in großem Umfang manipuliert werde. Die WADA-Entscheidung tue der Dopingbekämpfung nicht gut.

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