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Fortuna Düsseldorf: Eklat gefährdet Aufstieg

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Platzsturm überschattet Düsseldorfs Aufstiegsparty

16.05.2012, 08:17 Uhr | dpa

Fortuna Düsseldorf:  Eklat gefährdet Aufstieg. Düsseldorfs Tobias Levels (re) im Zweikampf mit Berlins Änis Ben-Hatira. (Quelle: dpa)

Düsseldorfs Tobias Levels (re) im Zweikampf mit Berlins Änis Ben-Hatira. (Quelle: dpa)

Ein Platzsturm und mehrere Spielunterbrechungen wegen Pyrotechnik haben den Bundesliga-Aufstieg von Fortuna Düsseldorf überschattet. Das Team von Trainer Norbert Meier kehrte mit einem 2:2 (1:1)-Unentschieden gegen Hertha BSC nach 15 Jahre in oberste deutsche Spielklasse zurück. Das Hinspiel hatten die Rheinländer mit 2:1 gewonnen. Hertha BSC steht dagegen nach dem sechsten Abstieg der Vereinsgeschichte vor den Scherben einer ganzen Saison. Offen ist allerdings noch, ob die Berliner gegen die Wertung des Spieles Protest einlegen. Hertha-Anwalt Christoph Schickhardt sagte zu Sky, der Klub werde am Mittwoch darüber entscheiden, ob das Ergebnis angefochten werde.

Die Partie war ab der 95. Minute für fast zwanzig Minuten unterbrochen, weil hunderte Fans auf den Rasen gelaufen waren. Beide Teams verließen zunächst das Feld, ein Souvenirjäger sicherte sich sogar schon ein Stück Rasen - den Elfmeterpunkt. Die rein sportlichen Fakten des Abends: Maximilian Beister (1.) und Ranisav Jovanovic (59.) trafen vor 51.000 Zuschauern in der ausverkauften Düsseldorfer Arena für die Rheinländer, für Berlin glichen Änis Ben-Hatira (22.) und Raffael (85.) aus.

Beister trifft nach nur 25 Sekunden

Düsseldorf war 1996/97 aus der Bundesliga abgestiegen und zwischenzeitlich bis in die vierte Liga abgestürzt. Nun müssen die Berliner nur ein Jahr nach dem Aufstieg wohl wieder den Gang in die Zweitklassigkeit antreten. Für Coach Otto Rehhagel schloss sich im hohen Alter von 73 Jahren in Düsseldorf der Kreis. Mit der Fortuna holte der frühere Meistertrainer 1980 seinen ersten Titel (DFB-Pokal). In Düsseldorf erlebte er aber auch seine schwärzeste Stunde als Trainer, als er am 29. April 1978 mit Borussia Dortmund gegen Borussia Mönchengladbach 0:12 verlor und entlassen wurde. Nun folgte der nächste Tiefschlag.

Rehhagel hatte in seinem letzten Spiel als Trainer für einige Überraschungen gesorgt. Als eine von drei Änderungen spielte plötzlich Kapitän Andre Mijatovic, der monatelang nicht zum Einsatz gekommen war. Tunay Torun und Andreas Ottl hatte der frühere Meistertrainer erst gar nicht mit nach Düsseldorf genommen. Doch es hätte kaum schlimmer beginnen können. Nach nur 25 Sekunden traf Beister zur Düsseldorfer Führung. Es war quasi das Abschiedsgeschenk des Youngsters, der zum Hamburger SV zurückkehrt.


Ben-Hatira bringt Hertha zurück ins Spiel

Rehhagels einstiger Schüler Norbert Meier hatte dagegen der siegreichen Elf von Berlin vertraut. Damit saß auch Sascha Rösler im letzten Spiel seiner Karriere auf der Bank. Meier legte wie im Hinspiel Wert auf eine kompakte Defensive und überließ den Berlinern die Spielgestaltung. Die kamen nach dem frühen Schock durch Nikita Rukavytsya zu ihrer ersten Torchance (7.). Sechs Minuten später wurde es im Fortuna-Strafraum richtig brenzlig, als mehrere Berliner nach einer Ecke von Raffael den Ball aus kurzer Entfernung nicht über die Linie brachten. Mitte der ersten Halbzeit war es dann aber doch passiert. Nach Freistoß von Ronny traf Ben-Hatira per Kopf zum Ausgleich.

Eben jener Ben-Hatira verlor dann in der zweiten Hälfte die Nerven und sah nach einem brutalen Einsteigen gegen Adam Bodzek in der 54. Minute die Gelb-Rote Karte. Fünf Minuten später brachte der zur Pause eingewechselte Jovanovic per Kopf die Fortunen in Führung. Doch der Jubel wurde getrübt, weil Fans beider Lager zahlreiche Feuerwerkskörper und Bengalische Feuer zündeten und auf das Spielfeld warfen. Schiedsrichter Wolfgang Stark unterbrach das Spiel für rund vier Minuten und drohte mit Abbruch.

Die Fans stürmen auf den Rasen

Fünf Minuten vor Ende der Partie gelang den Berlinern durch den Brasilianer Raffael noch der Ausgleich. Abermals musste die Partie mehrere Minuten lang unterbrochen werden. Ein massives Polizeiaufgebot zog vor dem Hertha-Block auf, doch zwei Minuten vor Ende der Nachspielzeit stürmten hunderte Fortuna-Fans den Platz und sorgten erneut für eine lange Unterbrechung. Später kamen die Spieler beider Teams wieder auf den Rasen und beendeten die Partie.

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