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Fortuna wehrt sich: Hertha wollte Abbruch provozieren

16.05.2012, 12:06 Uhr | t-online.de, dpa

Fortuna wehrt sich: Hertha wollte Spielabbruch provozieren. Christian Lell und Fortunas Sportchef Wolf Werner geraten aneinander.  (Quelle: dpa)

Christian Lell und Fortunas Sportchef Wolf Werner geraten aneinander. (Quelle: dpa)

Bengalisches Feuer, auf den Platz stürmende Fans und Unterbrechungen: Bundesliga-Aufsteiger Fortuna Düsseldorf fürchtet nach den chaotischen Szenen im Relegationsspiel gegen Hertha BSC (2:2), dass die Berliner die sportliche Entscheidung vor Gericht anfechten. "Ich weise darauf hin, dass es hier nicht um Gewalt gegangen ist, sondern um Freude, weil die Fans glaubten, das Spiel sei abgepfiffen", sagte Fortuna-Manager Wolf Werner. Hunderte Fortuna-Fans hatten rund 90 Sekunden vor Ende der angegebenen Nachspielzeit das Spielfeld gestürmt im Glauben, die Partie sei abgepfiffen worden.

Werner warf der Hertha auch ein falsches Spiel vor. "Einen Skandal finde ich, dass einige Hertha-Spieler einen Spielabbruch provozieren wollten." Trainer Norbert Meier ergänzte: "Das Duell hat sich in zwei Spielen sportlich entschieden. Da wäre die Hertha jetzt ein sehr, sehr schlechter Verlierer, wenn sie versuchen würde, durch einen Protest etwas zu bewirken.“

"Das ist unvorstellbar"

Die Berliner erwägen jedoch, gegen die Wertung der Begegnung Protest einzulegen. "Es ist unsere Verantwortung, darüber nachzudenken. Das sind wir auch unseren Fans schuldig", erklärte Manager Michael Preetz nach dem Remis, das den sechsten Abstieg der Hauptstädter besiegelt hatte. Hertha-Anwalt Christoph Schickhardt will alle juristischen Mittel ausschöpfen, um eine Wiederholung der Partie zu erzwingen.

"Die Spieler von Hertha BSC saßen in den der Kabine und waren leichenblass. Sie hatten Angst um ihr Leben", schilderte er gegenüber dem TV-Sender "Sky" die dramatischen Szenen: "In den Statuten steht, dass ein Spiel geordnet über die Bühne gehen muss. Ist das nicht der Fall, muss es wiederholt werden. In Deutschland habe ich so etwas noch nicht erlebt. Das ist eigentlich unvorstellbar." Hertha-Präsident Werner Gegenbauer äußerte sich hingegen etwas zurückhaltender über einen möglichen Protest der Berliner. "Wir haben den Düsseldorfern zum Aufstieg gratuliert", sagte er. "Ich kann es sportrechtlich nicht beurteilten. Wir werden sehen, ob es eine Prüfung gibt."

Lob von Krug: Weitere Eskalation vermieden

Die Partie stand in der Nachspielzeit am Rande des Abbruchs, weil Hunderte von Fans auf den Rasen gestürmt waren. Die Spieler und das Schiedsrichtergespann unter der Leitung von Wolfgang Stark flüchteten daraufhin in die Kabinen. Erst nach 20-minütiger Unterbrechung setzte der Referee die Begegnung fort. Zu absolvieren waren zu diesem Zeitpunkt noch 90 Sekunden der offiziell siebenminütigen Nachspielzeit.

Hellmut Krug, der Schiedsrichterchef bei der Deutschen Fußball Liga (DFL), zollte dem Unparteiischen ein großes Kompliment, dass er das Spiel noch beendete. "Das war eine Eskalation, wir können froh sein, dass es so glimpflich ausgegangen ist", sagte Krug. Es sei richtig gewesen, das Spiel nicht abzubrechen. Stark hatte abgewartet, bis das Spielfeld wieder komplett geräumt war, ehe er erneut anpfiff. Ähnlich äußerte sich auch Schickhardt: "Stark hat das Spiel nur wieder angepfiffen, um eine weitere Eskalation zu vermeiden. Mit Fußball hatte das aber nichts mehr zu tun."

"Ich weiß nicht, ob ich froh sein soll"

Die Freude der Düsseldorfer fiel aufgrund der Tumulte gedämpft aus. "Das ist einfach nicht schön. Ich hatte mir das anders vorgestellt", sagte Abwehrspieler Jens Langeneke. "Ich weiß nicht, ob ich nach diesen Bildern froh sein soll. Ich hätte nicht gedacht, dass so etwas bei uns möglich wäre", sagte der Vorstandsvorsitzende von Fortuna Düsseldorf, Peter Frymuth.

Auch Frymuth lobte Stark, der deutscher Unparteiischer bei der EM-Endrunde im Juni sein wird. "Die Souveränität, die er an den Tag gelegt hat, zeigt, dass er einer der besten Schiedsrichter ist", fügte Frymuth hinzu.

Ausschreitungen bleiben aus

Trotz der unschönen Szenen am Ende des Spiels feierten die Fortuna-Profis das Comeback in der Bundesliga ausgiebig. "Das ist unglaublich. Ganz Düsseldorf hat es verdient", freute sich Abwehrchef Assani Lukimya. Auch in der Düsseldorfer Innenstadt gab es zahlreiche Autokorsos, die Fans feierten bis in die frühen Morgenstunden den Aufstieg in die Bundesliga.

Dabei sind die befürchteten Ausschreitungen ausgeblieben. "In Düsseldorf ist ausgiebig gefeiert worden, dabei hat es aber keine Probleme gegeben, die in irgendeiner Form eine besondere Einsatzlage erforderlich gemacht hätten", sagte ein Sprecher der Polizei Düsseldorf. Auch die Abreise der Gästefans aus Berlin sei ruhig und ohne besondere Vorkommnisse verlaufen. Allerdings musste ein Sonderzug mit 750 Hertha-Fans in Hamm von der Bundespolizei angehalten worden. Der Zug habe wegen zerschlagener Fensterscheiben für drei Stunden im Bahnhof gestanden, hieß es.

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