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Das Duell Fortuna - Hertha geht vor Gericht

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Hertha hofft auf ein Wiederholungsspiel

16.05.2012, 20:42 Uhr | dpa

Das Duell Fortuna - Hertha geht vor Gericht. Hertha-Manager Michael Preetz: "Ein regulärer Spielbetrieb war für uns nicht mehr möglich."

Hertha-Manager Michael Preetz: "Ein regulärer Spielbetrieb war für uns nicht mehr möglich."

Nach einem Fußball-Abend zwischen Himmel und Hölle fällt für Fortuna Düsseldorf die Entscheidung über den Bundesliga-Aufstieg am grünen Tisch. Hertha BSC legte einen Tag nach den skandalösen Fan-Tumulten im Relegations-Rückspiel beim Deutschen Fußball-Bund (DFB) Einspruch gegen die Wertung der Partie ein. Nach Informationen mehrere Medien hat die Fortuna daraufhin die für Samstag geplante Aufstiegsfeier abgesagt. (Kommentar: Wiederholungsspiel wäre gerecht)

Nach Angaben von Hertha-Anwalt Christoph Schickhardt strebt der Klub ein Wiederholungsspiel an. "Ein regulärer Spielbetrieb war für uns nicht mehr möglich", begründete Manager Michael Preetz diesen Schritt. "Mit einem sportlichen Geschehen hatte dies nichts mehr zu tun", sagte Preetz weiter. Es gehe darum, die "irregulär zustande gekommene Spielwertung" von 2:2 aufzuheben. Die Partie war am Dienstag unter skandalösen Umständen zu Ende gegangen. Weil Fortuna-Anhänger schon vor dem Abpfiff den Rasen stürmten, musste Schiedsrichter Wolfgang Stark das Spiel für 21 Minuten unterbrechen.

Beide Parteien sehen sich im Recht

Über den Einspruch und damit auch den Aufstieg der Düsseldorfer entscheidet nun das DFB-Sportgericht, und zwar schon am Freitag. Gegen eine Entscheidung könnten beide Vereine Einspruch einlegen, das Verfahren würde dann vor das DFB-Bundesgericht gehen. Der DFB-Kontrollausschuss hat bereits Ermittlungen aufgenommen.

Schickhardt rechnet mit einer zeitnahen Entscheidung und wertet die Chancen des Einspruchs als "absolut groß. Das DFB-Sportgericht wendet die eigene Satzung an und da steht drin, dass ein Spiel, das unter solchen Umständen stattfindet, nicht gewertet wird." Fortuna-Manager Wolf Werner war zuvor anderer Ansicht. "Ich sehe keinen Handlungsbedarf für einen Protest und gehe fest davon aus, dass wir aufgestiegen sind", sagte er.

DFB ermittelt auch gegen fünf Spieler

Der DFB ermittelt auch gegen einzelne Spieler, nämlich Lewan Kobiaschwili, Thomas Kraft , Christian Lell und Andre Mijatovic von Hertha BSC und Andreas Lambertz von Fortuna Düsseldorf. Das hat der Verband inzwischen auf seiner Internetseite bestätigt. Kobiaschwili soll Schiedsrichter Stark nach Spielschluss in den Nacken geschlagen haben. Die andreren drei Spieler sollen den den Referee nach Abpfiff der Partie beleidigt haben. Fortunas Kapitän Lambertz wird vorgeworfen, nach der Partie ein bengalisches Feuer im Innenraum gehalten zu haben.

"Ich weiß gar nicht, ob ich mich nach diesen Bildern am Schluss des Spiels freuen soll", sagte Düsseldorfs Vorstandsvorsitzender Peter Frymuth zu den Krawallszenen in der Esprit-Arena. Bereits nach dem 2:1 in der 59. Minute musste Referee Wolfgang Stark die Partie erstmals unterbrechen, weil aus dem Hertha-Block Feuerwerkskörper auf den Rasen geworfen wurden. Richtiges Chaos brach jedoch in der Nachspielzeit beim Stande von 2:2 aus. Sieben Minuten Verlängerung hatte der Linienrichter angezeigt, doch schon nach knapp sechs stürmten Hunderte Fortuna-Anhänger in den Innenraum.


Fortunen bangen um Aufstieg - Hertha-Spieler um ihr Leben

"Die Fans sind nach einem geglaubten Abpfiff auf das Spielfeld gelaufen. Wir haben dann aber alles getan, um sie wieder aus dem Innenraum zu bringen", erklärte Werner. Da der Unparteiische Stark dennoch nach langer Unterbrechung das Spiel fortsetzte, ist für ihn die Sachlage klar: "Damit ist die Spielwertung nicht gefährdet."

Dafür bangte Hertha-Manager Preetz um das Leben seiner Profis. "Ich glaube, die Sicherheit für die Spieler war nicht mehr gewährleistet. Da ist es schwierig für sie, wieder aus der Kabine zu kommen", sagte Preetz. Erst Schiedsrichter Stark musste die Berliner dazu bewegen, wieder aus den Katakomben zu kommen. Zuvor hatte er sich bei der Polizei versichert, ob eine gefahrlose Fortsetzung gewährleistet werden könnte.


Chef-Schiedsrichter lobt Wolfgang Stark

"Der Schiedsrichter hat die Mannschaft nicht wegen des Fußballs auf den Platz zurückgeführt, sondern nur auf Bitten der Polizei, um eine Eskalation - man hat von einem Blutbad gesprochen - zu verhindern", behauptete Hertha-Anwalt Schickhardt im "Morgenmagazin" von ARD und ZDF. "Ich finde das total überzogen", entgegnete Werner ungehalten. Lob erhielt Stark vom Chef der DFB-Schiedsrichter für sein umsichtiges Handeln. "Aus unserer Sicht hat er das sauber bis zum Ende abgewickelt", erklärte Herbert Fandel.

Die Berliner hatten das Hinspiel mit 1:2 verloren und sind nach dem 2:2 - vorbehaltlich einer DFB-Entscheidung - zum sechsten Mal aus der Bundesliga abgestiegen.

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