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Anzeichen für Blutdoping mit EPO in Kenia

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Anzeichen für Blutdoping mit EPO in Kenia

20.05.2012, 16:53 Uhr | dpa, dapd

Anzeichen für Blutdoping mit EPO in Kenia. Angebliches Blutdoping mit EPO: Kenianische Läufer im Doping-Visier. (Quelle: imago)

Angebliches Blutdoping mit EPO: Kenianische Läufer im Doping-Visier. (Quelle: imago)

Die Doping-Problematik wirft ihren Schatten auf die Olympischen Spiele in London und ein besonderes Schlaglicht auf die kenianischen Läufer. Nach einem Bericht der ARD und "Sport inside" könnten die phänomenalen Laufleistungen der Kenianer nicht nur auf angeborenem Talent basieren. "Wir haben in den Jahren so etwa 2008 bis 2010 beobachtet, dass die Blutwerte der Kenianer, wenn sie in Europa an den Start gehen, viel höher sind als in den Jahren davor", sagte der dänische Wissenschaftler Bengt Saltin. "So ein Phänomen wurde vorher noch nicht beobachtet. Es steht für mich daher außer Frage, dass es da irgendeine Form von Blutmanipulation gibt."

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Der Leichtathletik-Weltverband IAAF erklärte, von dieser Studie nichts zu wissen. IAAF-Medizinchef Gabriel Dollé sagte der ARD, dass der Weltverband die Zahl der Dopingtests in Afrika erhöht habe, weil die Afrikaner selbst kaum Geld für Anti-Doping-Programme hätten. Allerdings würden im Lauf-Land Kenia keine Blutkontrollen vorgenommen, mit denen man zum Beispiel dem Blutdopingmittel EPO auf die Spur kommen könnte. "Die notwendigen Voraussetzungen dafür konnten in Kenia bisher nicht geschaffen werden", sagte Dollé. Für Blutproben, deren Transport und Analyse gebe es strenge Vorgaben. "Die sind dort nicht erfüllt", sagte der Schweizer. Kenia hatte bei den Weltmeisterschaften 2011 in Daegu mit 17 Medaillen, darunter sieben goldenen, Platz drei im Medaillenspiegel belegt.

Kenia will von einem Doping-Problem nichts wissen

"Wir haben kein Doping-Problem in Kenia. Ein oder zwei Fälle, was wirklich nichts ist. Es ist nicht so wie in Deutschland, wo es immer Streit darum gibt. Und ich bin im Weltleichtathletikverband", erklärte Isaiah Kiplagat, Präsident des kenianischen Leichtathletikverbandes, der ARD.

Bei ARD-Recherchen in Kenia gelang es jedoch, in einem "Gesundheitsladen" in der Hauptstadt Nairobi problemlos das Blutdopingmittel EPO zu erwerben, das bei Ausdauersportlern wie Langläufern beliebt ist. Den Kauf von EPO filmte die ARD mit versteckter Kamera.

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