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WADA befürchtet Schaden durch EU-Datenschutzreform

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WADA befürchtet Schaden durch EU-Datenschutzreform

21.05.2012, 22:09 Uhr | dpa

WADA befürchtet Schaden durch EU-Datenschutzreform. Pat McQuaid ist auch Mitglied der WADA-Exekutive.

Pat McQuaid ist auch Mitglied der WADA-Exekutive. (Quelle: dpa)

Quebec (dpa) - Die Welt-Anti-Doping-Agentur (WADA) befürchtet einen massiven Schaden für einen effektiven Anti-Doping-Kampf durch die geplante Datenschutzreform der Europäischen Kommission.

Bei einem Treffen in Montreal beschloss die WADA-Exekutive, die europäischen Sportminister in dieser Auseinandersetzung um Hilfe zu bitten.

"Diese Reform würde den Anti-Doping-Kampf dramatisch untergraben. Das ist für mich im Moment die größte Bedrohung des Anti-Doping-Kampfes", sagte Pat McQuaid, der Präsident des Internationalen Radsportverbandes (UCI), am Rande des internationalen Sportkongresses "SportAccord" in Quebec. Die EU-Kommission will den Transfer der Daten zwischen verschiedenen Organisationen erschweren, um die Privatsphäre von Personen besser zu schützen. Davon wären auch Sportinstitutionen betroffen.

"Auf dem Austausch von Daten beruht der Anti-Doping-Kampf. Unser biologischer Blutpass hängt davon ab", erklärte McQuaid, der auch Mitglied der WADA-Exekutive ist. In einem Schulterschluss müssten der Sport und die Politik rechtzeitig Stellung beziehen, um negative Folgen für den Kampf gegen Betrug durch Athleten zu verhindern.

"Wenn die Reform jetzt schon in Kraft wäre, könnten die europäischen Athleten nicht in London starten. Dies haben wir der EU-Kommission mitgeteilt", sagte WADA-Generaldirektor David Howman. Er zeigte sich optimistisch, bei der europäischen Kommission auf Verständnis zu stoßen. Die kommenden sechs Monate seien entscheidend.

Die europäische Kommission hatte im Januar dieses Jahres eine umfassende Reform der Datenschutzbestimmungen aus dem Jahr 1995 vorgeschlagen. "Der Datenschutz ist ein wichtiges Recht, aber die Athleten haben auch ein Recht und zwar das Recht auf Chancengleichheit. Und dabei müssen wir sie unterstützen", sagte McQuaid.

Auch Gianfranco Kasper, Präsident des Internationalen Ski-Verbandes (FIS), sieht die Politiker in der Pflicht. Der Sport allein habe nicht genügend Macht. "Jetzt kommt es auf die Politiker an", sagte Kasper. Die Lobbyarbeit soll in den nächsten Wochen beginnen.

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