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Hertha BSC kämpft trotz "Skandalspiel"-Urteil weiter

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Bundesliga - Relegation  

Skandalspiel weiter als Hängepartie

22.05.2012, 09:58 Uhr | dpa, t-online.de

Hertha BSC kämpft trotz "Skandalspiel"-Urteil  weiter . Hertha-Manager Michael Preetz wirkt nach der Urteilsverkündung konsterniert. (Quelle: imago)

Hertha-Manager Michael Preetz wirkt nach der Urteilsverkündung konsterniert. (Quelle: imago)

Die Hängepartie um den letzten freien Platz in der Bundesliga geht weiter. Nach dem Urteil in der als "Skandalspiel" bezeichneten chaotischen Relegationsbegegnung zwischen Fortuna Düsseldorf und Hertha BSC legte der Hauptstadtklub umgehend Berufung ein. "Das ist kein Urteil, das wir akzeptieren können. Ich kann das Urteil nicht verstehen", sagte Hertha-Anwalt Christoph Schickhardt und beklagte, dass der Vorsitzende Richter Hans E. Lorenz von einem "positiv belegten Platzsturm" sprach. (Kommentar: Fragwürdiges Urteil)

"Muss es denn Verletzte geben? Die, die als Erste über den Zaun geklettert sind, waren keine Kinder", sagte der Jurist weiter. "Das Sportgericht hat leider nicht den selbst gebildeten hohen Ansprüchen genügt." Berlins umstrittener Manager Michael Preetz schlug in die gleiche Kerbe: "Wir können die Begründung für dieses Urteil nicht nachvollziehen, deswegen ist es unsere Pflicht, alle Möglichkeiten auszuschöpfen."

Gang durch die Instanzen droht

Schickhardt gibt sich für den weiteren Kampf der "Alten Dame" optimistisch: "Wir haben noch einige Asse im Ärmel." Der Düsseldorfer Anwalt Horst Kletke hat dafür wenig Verständnis: "Wir hatten gehofft, dass die Berliner ein Einsehen haben würden." Nächsthöhere Instanz ist nun das Bundesgericht des DFB. Dieses soll wahrscheinlich am Freitag den Fall beurteilen. "Wir gehen davon aus, dass das Verfahren diese Woche abgeschlossen wird", sagte Schickhardt. "Wir tun alle sehr gut daran, die Entscheidung des Bundesgerichtes abzuwarten", sagte indes Ligapräsident Reinhard Rauball in der ARD-Sendung "Hart aber fair". Erwartet wird, dass das Bundesgericht die Entscheidung aus erster Instanz bestätigt.

Zeitnahe Entscheidung notwendig

Damit ist die Aufstiegsfrage weiter nicht endgültig geklärt. Der Verlierer könnte nach dem Urteil als nächste und letzte Instanz das Schiedsgericht des DFB anrufen. Dessen Urteil könnte dann im ungünstigsten Fall noch einmal Wochen auf sich warten lassen. Eine zeitnahe Entscheidung über Auf- und Abstieg ist aber notwendig. Zum einen für die Planung der betroffenen Klubs, zum anderen aber auch für die DFL, welche die Spielpläne für die kommende Saison erstellen muss.

Für die User von t-online.de ist die Sache klar. Von knapp 18.000 Teilnehmern eines Votings waren rund 62 Prozent der Meinung, das die Entscheidung des Sportgerichts richtig ist. Noch vor einer Woche war das Bild ein anderes, damals votierten knapp zwei Drittel der Abstimmenden pro Hertha. Auch die Kommentare sind mittlerweile mehrheitlich pro Düsseldorf. So schreibt ein User: "Fortuna ist sportlich verdient aufgestiegen. Über die Zustände beim Rückspiel kann man allerdings geteilter Meinung sein." Ein anderer User beklagt sich über den Weg, den die Hertha nun wählt: "Herr Preetz, was kommt nach der zweiten oder dritten Instanz? Fliegen Sie dann zur UNO nach New York und beklagen Menschenrechtsverletzungen?"

Nachwirkungen des Chaos-Spiels

Sportlich hatten sich die Rheinländer erstmals seit 15 Jahren wieder den Sprung in die Bundesliga gesichert. Die Partie (2:2) war nach Fan-Tumulten unter chaotischen Umständen zu Ende gegangen, Schiedsrichter Wolfgang Stark konnte die Nachspielzeit erst nach einer 21-minütigen Unterbrechung zu Ende spielen lassen. Beide Mannschaften hatten zuvor angesichts eines möglichen Wiederholungsspiels wieder das Training aufgenommen, die Düsseldorfer sagten nach der ausgefallenen Aufstiegsfeier am Samstag auch ihre viertägige Mallorca-Reise ab.

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