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WADA plant Klassifizierung bei Dopingfällen

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WADA-Reformen geplant: Härtere Strafen

22.05.2012, 20:01 Uhr | dpa

WADA plant Klassifizierung bei Dopingfällen. David Howman ist der Generaldirektor der WADA.

David Howman ist der Generaldirektor der WADA. (Quelle: dpa)

Quebec (dpa) - Mit weitreichenden Reformen und Modernisierungsmaßnahmen will die WADA den Anti-Doping-Kampf weiter verschärfen. Neben der Einsparung der kostspieligen B-Probe bei positiven Testergebnissen plant die Welt-Anti-Doping-Agentur (WADA) eine Klassifizierung der verbotenen Substanzen.

"Das ist alles Teil unseres Revisionsprozesses und wäre ein großer Fortschritt", sagte WADA-Generaldirektor David Howman der Nachrichtenagentur dpa am Rande des internationalen Sportkongresses "SportAccord" im kanadischen Quebec.

Besonders schwere Vergehen wie EPO-Missbrauch oder Manipulation mit Steroiden könnten in Zukunft mit einer automatischen Sperre von vier Jahren bestraft werden. "Wir erwägen eine Abstufung. Dadurch hätten wir mehr Handlungsspielraum", kündigte Howman an. Derzeit werden Dopingvergehen mit einer Sperre von zwei Jahren geahndet.

Durch die härteren Sanktionen wären Dopingsünder automatisch von den kommenden Olympischen Spielen ausgeschlossen. Damit würde das Internationale Olympische Komitee (IOC) sein Ziel doch noch erreichen. Das IOC hatte 2007 die sogenannte Osaka-Regelung beschlossen. Die Regel sah vor, dass Athleten nach einer mehr als sechsmonatigen Dopingsperre von den darauffolgenden Olympischen Spielen - Sommer oder Winter - ausgeschlossen werden.

Diese Bestimmung wurde vom Internationalen Sportgerichtshof (CAS) am 6. Oktober 2011 für ungültig erklärt. Sie verstoße gegen die IOC-Statuten, hatten die CAS-Richter in Lausanne entschieden. Es sei eine doppelte Bestrafung.

Auch der Verzicht auf eine Auswertung der B-Probe ist der WADA bereits seit Jahren ein Anliegen. Die WADA-Exekutive sprach sich auf ihrer Sitzung in Montreal für diesen Schritt aus, der vor allem für die internationalen Fachverbände eine willkommene Reduzierung der Kosten bedeuten würde.

Bis zum 1. Juni will die WADA einen ersten Entwurf für den revidierten WADA-Kodex erarbeitet haben. 91 verschiedene Vorschläge gingen bisher ein, die zum Teil in das überarbeitete Regelwerk einfließen könnten. Cannabis von der Liste der verbotenen Substanzen zu streichen, ist eine besonders von Australien betriebene Empfehlung. Nur in Sportarten, in denen der Genuss von Cannabis nachweislich leistungssteigernde Wirkung hat, soll der Stoff verboten bleiben. Die überarbeitete Form des WADA-Codes wird im November 2013 in Johannesburg verabschiedet.

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