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Auf nach London: Hacker kämpft um Olympia-Ticket

24.05.2012, 13:26 Uhr | dpa

Auf nach London: Hacker kämpft um Olympia-Ticket. Marcel Hacker kämpft für seinen Olympiatraum.

Marcel Hacker kämpft für seinen Olympiatraum. (Quelle: dpa)

Luzern (dpa) - Marcel Hacker scheint die Ruhe selbst. Vor einem der wichtigsten Wettkämpfe seiner langen Karriere wirkt der ehemalige Weltmeister im Ruder-Einer ungewohnt ausgeglichen. Es geht immerhin um seinen Start bei den Olympischen Spielen.

"Ich bin wirklich ganz entspannt", versichert der 35 Jahre alte Routinier am Ufer des idyllischen Rotsees. Gute Trainingsleistungen stimmen ihn zuversichtlich, beim Weltcup am Wochenende in Luzern alle Zweifel an seiner Olympia-Tauglichkeit ausräumen zu können: "Die Zeiten sind okay - und ich habe ein gutes Gefühl."

Noch vor Monaten wäre niemand auf die Idee gekommen, die Olympia-Teilnahme von Hacker infrage zu stellen. Mit dem vierten Platz bei der WM Anfang September in Bled und dem Sieg zum Saisonbeginn beim Langstrecken-Rennen in Leipzig untermauerte er seinen Anspruch auf den Skiff-Rollsitz in London. Doch ausgerechnet beim DRV-Frühjahrstest im April auf dem Fühlinger See in Köln zeigte der Frankfurter Schwächen und verpasste den Finaleinzug. Ein Verbandsarzt diagnostizierte noch an Ort und Stelle eine Erkrankung.

Nur seinen langjährigen Verdiensten ist es zu verdanken, dass DRV-Cheftrainer Hartmut Buschbacher ihm eine zweite Chance einräumt. Auf der zweiten Weltcup-Regatta soll ein Dreikampf zwischen Karsten Brodowski (Berlin), Mathias Rocher (Magdeburg) und Hacker darüber entscheiden, welcher Einer-Fahrer den Zuschlag für London erhält. Liebend gern wäre Hacker zum vierten Mal in Serie bei Olympia dabei, will sich aber nicht zu stark unter Druck setzen: "Wenn es nicht reicht, dann ist es eben so."

Neben dem Einer steht der Achter im Mittelpunkt des Interesses. Wie schon beim Sieg vor drei Wochen in Belgrad will die seit Peking 2008 ungeschlagene Crew um Schlagmann Kristof Wilke (Radolfzell) auch in der Schweiz ein Ausrufezeichen setzen. Der Favorit bekommt es mit sechs der sieben Konkurrenten von London zu tun. Olympiasieger Kanada und Australien sind erstmals in diesem Jahr bei einem Weltcup am Start. Großbritannien, die Niederlande, Polen und die Ukraine waren schon in Belgrad Gegner des deutschen Paradebootes. "Von der Besetzung ist das eine Generalprobe für London", sagte Bundestrainer Ralf Holtmeyer.

Schon vor den Vorläufen herrschte im DRV-Lager prächtige Stimmung. Schließlich hatten bei der Qualifikationsregatta wenige Tage zuvor an gleicher Stätte drei weitere Teams den Weg nach London freigemacht. Damit treten die Deutschen nach 2004 das zweite Mal überhaupt mit einer vollständigen Flotte von 14 Booten bei Olympischen Spielen an. Diese Bilanz weist keine andere Nation auf. "Das gibt jedem Kraft und zeigt die Bedeutung des deutschen Rudersports", kommentierte Cheftrainer Buschbacher. Ein starkes Abschneiden in den Endläufen am Sonntag könnte gut 60 Tage vor London für weiteren Rückenwind sorgen.

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