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Rogge: In den letzten 17 Monaten noch viel vor

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Rogge: In den letzten 17 Monaten noch viel vor

25.05.2012, 11:22 Uhr | dpa

Rogge: In den letzten 17 Monaten noch viel vor. Sein Engagement will IOC-Präsident Jacques Rogge noch nicht zurückschrauben.

Sein Engagement will IOC-Präsident Jacques Rogge noch nicht zurückschrauben. (Quelle: dpa)

Quebec (dpa) - Von Vorruhestand will IOC-Präsident Jacques Rogge noch nichts wissen. Der Belgier hat in den letzten 17 Monaten als Ober-Olympier noch einiges vor.

Kaum hatte er die Einigung mit dem mächtigen Nationalen Olympischen Komitee der USA (USOC) über eine gerechtere Verteilung der olympischen Dollar-Milliarden verkündet, richtete der 70-Jährige seinen Blick auf die weiter ungelösten Herausforderungen. "Die werden mich auf Trab halten, keine Sorge", sagte Rogge in Quebec sichtlich erschöpft nach dem dreitägigen Meeting der IOC-Exekutive.

Als nächster Großauftrag warten die vermeintlich unproblematischen London-Spiele auf ihn. Zwei Monate vor Beginn des Ringe-Spektakels in Englands Hauptstadt passt die bemerkenswerte Begeisterung der Briten für den gerade angelaufenen Fackellauf zur Vorfreude des IOC. "London ist außerordentlich bereit. Wir sind sehr zufrieden", kommentierte Rogge, der hofft, bis zur Eröffnungsfeier einen weiteren Meilenstein erreichen zu können: Die olympische Gleichberechtigung.

Seit Monaten verhandelt er in schwieriger Mission mit Saudi-Arabien. Der Ölstaat ist das einzige Land, das sich noch nicht endgültig verpflichtet hat, auch Frauen für das eigene Olympia-Team zu nominieren. "Es ist keine leichte Situation. Wir sind in ständigem Austausch, um eine gute Lösung zu finden", erklärte Rogge. Saudi-arabische Athletinnen unter der olympischen Flagge starten zu lassen, weil sie vom eigenen Nationalen Olympischen Komitee nicht unterstützt werden, sei aber keine Option.

Auch seine Programmpolitik und den Kampf gegen Wettbetrug treibt er mit ungebrochenem Ehrgeiz voran. Acht Sportarten (Baseball, Softball, Wakeboarding, Squash, Wushu, Rollerblading, Klettern und Karate) hoffen 2013 auf die Aufnahme ins olympische Programm. Rogge weiß, was er will. 2001 angetreten als resoluter Anti-Doping-Kämpfer, möchte er zum Ende seiner zwölfjährigen Amtszeit noch seinen Einfluss auf den revidierten Kodex der Welt-Anti-Doping-Agentur (WADA) geltend machen.

Besonders schwere Dopingvergehen wie EPO-Missbrauch oder Manipulation mit Steroiden könnten in Zukunft mit einer automatischen Sperre von vier statt bisher zwei Jahren bestraft werden. Durch die härteren Sanktionen wären Dopingsünder automatisch von den kommenden Olympischen Spielen ausgeschlossen, und Rogge hätte über Umwege doch noch sein Ziel erreicht.

Der Internationale Sportgerichtshof (CAS) erklärte im Oktober des vergangenen Jahres die sogenannte Osaka-Regel für ungültig, die das IOC 2007 beschlossen hatte. Laut der Osaka-Regel wurden Athleten nach einer mehr als sechsmonatigen Dopingsperre von den darauffolgenden Olympischen Spielen - Sommer oder Winter - automatisch ausgeschlossen. Im November 2013 soll die überarbeitete Form des WADA-Codes in Johannesburg verabschiedet werden.

Rogges Nachfolger als IOC-Präsident wird bereits im September 2013 gekürt. Bei aller Lust auf die letzten großen Projekte seiner Tätigkeit, will er sich mit einem Thema zumindest in der Öffentlichkeit nicht mehr beschäftigen. Nachdem Doha mit seiner Bewerbung bereits zum zweiten Mal vorzeitig gescheitert war, wurde Rogge gefragt, wie er den Katarern denn Hoffnung geben könnte. Schließlich ändert sich an den vom IOC heftig monierten Rahmenbedingungen der Kandidatur aus natürlichen Gründen auch in Zukunft nichts.

"Erlauben Sie mir, dass ich in dieser Frage meinem Nachfolger nicht vorgreifen will", sagte der IOC-Boss diplomatisch. Bei manchen Komplexen ist das zeitnahe Ende seines Wirkens eben auch ganz praktisch.

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