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Underdogs im NHL-Finale - Brodeur: Keine One-Man-Show

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Underdogs im NHL-Finale - Brodeur: Keine One-Man-Show

29.05.2012, 12:51 Uhr | dpa

Underdogs im NHL-Finale - Brodeur: Keine One-Man-Show. Martin Brodeur ist seit 1993 Stammtorwart der New Jersey Devils.

Martin Brodeur ist seit 1993 Stammtorwart der New Jersey Devils. (Quelle: dpa)

Newark (dpa) - Mit diesen Finalisten hatte niemand gerechnet. Die New Jersey Devils und die Los Angeles Kings spielen um den Stanley Cup der NHL. Einen klaren Favoriten gibt es nicht. Wayne Gretzky und Dennis Seidenberg sind sich bei ihren Tipps aber einig.

Die Finalpaarung kommt nicht nur für viele Fans überraschend, sondern auch für die Liga selbst. "In zwei Wochen oder weniger wird die National Hockey League einen unerwarteten Champion haben", heißt es auf der NHL-Internetseite.

"Ich habe LA zugetraut, dass sie weit kommen können, aber mit New Jersey hat niemand gerechnet. Dennoch haben sie es sich verdient", sagte Dennis Seidenberg der Nachrichten-Agentur dpa. Der deutsche Nationalspieler hatte im Vorjahr mit Boston den Titel gewonnen und tippt, dass die Kings die Nachfolge antreten. "Sie sind einfach eine rundum kräftige Truppe und ich denke, dass sie sich in sieben Spielen durchsetzen."

Egal, wer Meister wird, noch nie hat es einen Champion gegeben, der nach der Vorrunde so tief rangierte wie diesmal. Die Devils, die im Vorjahr noch die Playoffs verpasst hatten, gingen als Sechster der Eastern Conference in die K.o.-Runde, die Kings gar als Achter im Westen. "Wir haben uns die Endspiele genauso verdient wie LA. Hier stehen sich die beiden besten Teams gegenüber, es wird ein großartiges Finale, ich freue mich drauf", konterte Devils-Stürmer Ilja Kowaltschuk die Kritiker.

Sein Team wäre bereits fast in der ersten Runde an den Florida Panthers mit Marcel Goc und Marco Sturm gescheitert. Im entscheidenden siebten Spiel gewann New Jersey bei den Panthers 3:2 nach zweimaliger Verlängerung. Anschließend setzten sie sich gegen die Philadelphia Flyers und Lokalrivale New York Rangers durch.

Die Kings haben nacheinander die Nummern eins (Vancouver), zwei (St. Louis) und drei (Phoenix) der Western Conference in die Sommerpause geschickt - und zwar im Schnelldurchgang. Von den 14 Partien verloren die kalifornischen Könige nur zwei - beide daheim. Auswärts hingegen gabs in acht Partien acht Siege.

"Es ist irreal, was sie bislang erreicht haben und es macht unheimlich Spaß, sie spielen zu sehen", sagte Wayne Gretzky mit hörbar euphorischer Stimme. Als die Kings 1993 zum bisher einzigen Mal im Finale standen und gegen die Montreal Canadiens die Serie 1:4 verloren, gab "The Great One" noch den Takt an.

"Dieses Team ist viel besser als wir es damals waren, deshalb sind ihre Chancen auch größer, den Stanley Cup zu gewinnen", betonte Gretzky, der Eishockey durch seinen Wechsel von den Edmonton Oilers nach LA im Sommer 1988 erst populär machte. Die Kings spielen zwar bereits seit 1967 in der NHL, wurden in der eher Basketball- und Baseballverrückten Stadt vorher jedoch nur von Insidern wahr genommen.

Die New Jersey Devils indes gehören zu den erfolgreichsten Teams der vergangenen beiden Dekaden. Seit 1995 steht das Team von der New Yorker Peripherie zum fünften Mal im Finale, wurde dreimal Meister. Immer dabei: Martin Brodeur, seit 1993 Stamm-Torhüter. "Ich hatte Glück, ein Teil von großartigen Mannschaften gewesen zu sein, die Erfolg hatten. Ich habe aber auch in tollen Teams gespielt, die nicht erfolgreich waren", betonte der 40-Jährige.

Dass New Jersey erstmals seit 2003 wieder im Finale steht, hat viel mit dem Devils-Dino zu tun. "Er war die gesamten Playoffs herausragend. Unglaublich, was er leistet", sagte Mitspieler David Clarkson. Brodeur indes weist die Komplimente wie immer von sich, bleibt bescheiden und fokussiert. "Ich weiß, was ich noch kann und versuche, alles zu geben, damit wir eine Chance haben, Spiele zu gewinnen. Aber Eishockey ist keine One-Man-Show."

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