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LA Kings gewinnen auch zweites NHL-Finalspiel

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LA Kings liegen im NHL-Finale gegen Devils 2:0 vorn

03.06.2012, 07:36 Uhr | dpa

LA Kings gewinnen auch zweites NHL-Finalspiel. An Devils-Goalie Martin Brodeur allein liegt es nicht, dass New Jersey im Finale hinten liegt.

An Devils-Goalie Martin Brodeur allein liegt es nicht, dass New Jersey im Finale hinten liegt. (Quelle: dpa)

Boston (dpa) - Die Los Angeles Kings haben eine Hand fest an ihrem ersten Stanley Cup. Die Kings gewannen auch die zweite Finalpartie der NHL mit 2:1 nach Verlängerung bei den New Jersey Devils und können nun mit zwei Heimsiegen erstmals Champion der nordamerikanischen Eishockey-Profiliga werden.

"Jetzt müssen wir unsere Hausaufgaben machen", forderte Matchwinner Jeff Carter vor dem Heimflug. Der Stürmer, der erst Ende Februar von den Columbus Blue Jackets nach LA gekommen war, sorgte in der 74. Minute mit einer Einzelleistung für den etwas glücklichen Gästesieg. Carter hatte mit dem Puck das Tor von Devils-Schlussmann Martin Brodeur umkurvt und anschließend zwar nicht scharf, aber platziert an vier Gegenspielern vorbei ins Netz getroffen. "Ich wollte einfach versuchen, ein Loch zu finden", sagte Carter.

Coach Darryl Sutter lobte: "Er ist ein Torjäger, wir rechnen immer mit seinen Treffern." Der für seine Emotionslosigkeit bekannte 53-Jährige verzog selbst beim Siegtor keine Miene. Und als ihm auf der Pressekonferenz die Fragen zur möglichen Meisterschaft zu viel wurden, stand er einfach auf und meinte trocken: "Wir müssen uns jetzt beeilen, unsere Sachen packen und dann ab in den Flieger nach Hause."

Devils-Trainer Peter Deboer sprach dagegen von "einer schweren Niederlage", wusste allerdings auch, warum sein Team vor den beiden Auswärtspartien am Montag und Mittwoch scheinbar aussichtslos hinten liegt. "Wir schießen nicht genug Tore", stellte Deboer fest. Dabei war New Jersey diesmal die bessere Mannschaft, selbst Sutter bescheinigte den Teufeln "mindestens zwei Drittel lang Vorteile". Doch wie schon in Spiel eins drei Tage zuvor mussten die Gastgeber nach dem Tor von Kings-Verteidiger Drew Doughty in der neunten Minute einem Rückstand hinterherlaufen und einen großen Aufwand betreiben, ehe Ryan Carter in der 43. Minute den grandiosen Gäste-Goalie Jonathan Quick zum 1:1 überwinden konnte. Pech hatte Ilja Kowaltschuk, der Russe traf mit seinem Handgelenksschuss kurz vor Schluss nur die Latte.

In der Verlängerung waren die Kings dann überlegen und spielten auf Sieg, während New Jersey eher auf Defensive bedacht war. "Wir sind einfach selbstbewusst, es klickt, ein Rad greift ins andere", sagte Doughty. Die Kings entschieden durch Carters Kabinettstückchen zum vierten Mal eine Verlängerung für sich und gewannen auch das zehnte Auswärtsspiel der diesjährigen Playoffs. Wie schon in den drei Runden zuvor kommt das nur achtbeste Vorrundenteam aus dem Westen mit einer 2:0-Führung nach Hause. Gegen Vancouver, St. Louis und Phoenix folgte anschließend jeweils ein Heimsieg. In der NHL-Geschichte haben elf Teams beide Auftaktpartien in der Fremde gewonnen - neun davon wurden Meister.

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