Startseite
Sie sind hier: Home > Sport > Mehr Sport >

Niersbach: "Null-Toleranz-Politik" gegen Störer

...
t-online.de ist ein Angebot der Ströer Content Group

Niersbach: "Null-Toleranz-Politik" gegen Störer

03.06.2012, 11:07 Uhr | dpa

Niersbach: "Null-Toleranz-Politik" gegen Störer. Wolfgang Niersbach spricht sich für die Erhaltung der Stehplätze in den Stadien aus.

Wolfgang Niersbach spricht sich für die Erhaltung der Stehplätze in den Stadien aus. (Quelle: dpa)

Berlin (dpa) - DFB-Chef Wolfgang Niersbach hat sich für die Erhaltung der Stehplätze in den deutschen Fußballstadien ausgesprochen und den Störenfrieden erneut den Kampf angesagt.

"Das ist so sinnlos. Das sind einfach Störer. Das werden wir nicht mehr hinnehmen. Es wird eine Null-Toleranz-Politik in dieser Richtung geben", betonte der Präsident des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) im ZDF-"sportstudio".

Das Problem der Sicherheit habe auch für ihn und den DFB Priorität, diese Herausforderung könne aber "keiner allein bewältigen. Das ist unsere große Gemeinschaftsaufgabe, die wir im deutschen Fußball jetzt haben: DFB, Ligaverband, DFL und vor allen Dingen auch die Vereine." Noch vor Saisonbeginn soll mit den Präsidenten der drei ersten Ligen und Innenminister Hans-Peter Friedrich (CSU) über akute Maßnahmen beraten werden. Friedrich hatte mit seinen Ressortkollegen aus den Ländern kürzlich bei der Innenministerkonferenz schon über das Vorgehen gesprochen.

Niersbach warnte davor, die Probleme von Gewalt und Pyrotechnik in den Stadien "klein oder schön zu reden. Wir haben eine Situation, die schon ein Stück bedrohlich ist". Der DFB-Präsident setzt allerdings darauf, "dass ein Selbstreinigungsprozess stattfindet, dass die Störenfriede einfach ausgegrenzt werden".

Bei Sanktionen forderte der 61-Jährige eine klare Linie mit Blick auf die kommende Saison. "Wenn im Stadion A Dinge toleriert, erlaubt werden, die im Stadion B verfolgt werden, dann haben wir schon verloren", meinte Niersbach.

In der Debatte dürfe es keine Tabus geben. "Wir haben auch eine klare Position in Bezug auf die Stehplätze: Wir möchten sie erhalten", versicherte der Fußball-Chef. Es könne aber auch sein, dass man von der Politik zur Abschaffung gezwungen werde. "Wir sind noch nicht an dem Punkt", sagte Niersbach, "aber wir sind möglicherweise nahe dran." Tatsache sei, dass die "unliebsamen Dinge, die in den Stadien passieren, zu 95 Prozent, 98 Prozent von den Stehplätzen ausgehen".

Stehplätze in deutschen Fußballstadien seien ein Stück Kultur. "Aber es ist keine Kultur, Pyrotechnik abzuschießen. Das haben wir 50 Mal, 60 Mal, 100 Mal betont", erläuterte der Präsident. Man werde beim Kampf gegen die unbelehrbaren Störer nicht nachgeben. Diese Gruppe sei in der Minderheit, aber man müsse erkennen, dass die Intensität zugenommen habe - gerade in Bezug auf Pyrotechnik. "Da helfen nur Sanktionen."

Zugleich soll der Dialog mit den Fans fortgesetzt werden. "Wir werden nicht den Fehler machen", versicherte der DFB-Präsident, "die Präventivarbeit mit den Fangruppen abzubrechen. Das werden wir eher verstärken."

Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre Adresse an.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht

Wählen Sie aus dem Pull-Down-Menü Ihren gewünschten Ansprechpartner aus. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail
Anzeige
Video des Tages
Die besten Videos des Jahres 2016 
Passant entlarvt angeblichen Beinamputierten

Misstrauisch werden die vermeintlichen Beinstümpfe befühlt. Video

Anzeige

Shopping
tchibo.deOTTObonprix.deESPRITC&ACECILzalando.dedouglas.deKlingel.de
Sport von A bis Z

Anzeige
shopping-portal