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Zwanziger: Aussagen von Hoeneß sind "primitiv und verletzend"

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Zwanziger wehrt sich gegen Hoeneß-Attacke

04.06.2012, 12:47 Uhr | dpa

Zwanziger: Aussagen von Hoeneß sind "primitiv und verletzend". Uli Hoeneß (l) und DFB-Präsident Theo Zwanziger sind sich nicht eins.

Uli Hoeneß (l) und DFB-Präsident Theo Zwanziger sind sich nicht eins. (Quelle: dpa)

Frankfurt/Main (dpa) - Gute Freunde waren Theo Zwanziger und Uli Hoeneß noch nie. Doch jetzt gibt es zwischen dem ehemaligen DFB-Präsidenten und dem Boss des deutschen Fußball-Rekordmeisters FC Bayern München richtig Zoff.

Nachdem Hoeneß einmal mehr zur Attacke auf Zwanziger geblasen hatte, schlug dieser nun in scharfer Form verbal zurück. "Uli Hoeneß, den ich bisher sehr geschätzt habe, muss aufpassen, dass er sich mit seinen vielen Sprüchen nicht zu einem Clown entwickelt. Ich empfinde seine Aussagen als primitiv und verletzend", sagte Zwanziger der "Bild"-Zeitung.

Der Bayern-Präsident hatte sich auf einer Veranstaltung der Journalistenvereinigung Netzwerk Recherche kritisch zur Rolle des am Mittwoch 67 Jahre alt werdenden Zwanzigers im Exekutivkomitee des Weltverbandes FIFA geäußert. "Er hat nicht mehr den DFB hinter sich, deshalb fehlt ihm die Macht. Ich habe gehört, dass wir von ihm nicht allzu viel erwarten müssen. Unser Doktor Zwanziger hat keine Chance, die haben ihn umgarnt, und er lässt sich beschmusen", sagte Hoeneß.

Zwanziger bezeichnete dies als "Unsinn" und warf seinerseits dem Bayern-Präsidenten Ignoranz vor. "Mit seinem beschränkten Blick hat Uli Hoeneß die Veränderungen in der FIFA wohl nicht wahrgenommen, die wir in den letzten Monaten vorgenommen haben und bis zum nächsten Kongress zum Abschluss bringen werden. Es werden unabhängige Persönlichkeiten wichtige Aufgaben übernehmen", sagte Zwanziger und fügte hinzu: "Ich erwarte vom Präsidenten des FC Bayern, dass er zur Kenntnis nimmt, dass manches schon von dem geschieht, was er immer fordert."

Nicht zum ersten Mal fühlt sich Zwanziger von Hoeneß angegriffen, der auch noch über dessen Englisch-Kenntnisse lästerte. Schon im vergangenen Jahr hatte der Bayern-Boss den damaligen Chef des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) heftig dafür kritisiert, dass dieser FIFA-Präsident Sepp Blatter bei dessen Wiederwahl seine Stimme gegeben hatte. "Ich verstehe einfach nicht, dass er bei all den fragwürdigen Fakten, die auf dem Tisch lagen, verkündete, Blatter zu wählen. Wenn er gesagt hätte, ich wähle ihn nicht, dann hätte er ein Zeichen gesetzt", schimpfte Hoeneß damals.

Bei seinem Auftritt am Freitag bekräftigte Hoeneß, bei vielen Entscheidungen der FIFA sei es unter Blatter "nicht mit rechten Dingen zugegangen". Er forderte daher die europäische Politik auf, mehr Einfluss auf die FIFA zu nehmen. Als mögliches Druckmittel nannte Hoeneß einen WM-Boykott von Top-Teams wie Deutschland.

In Zwanziger setzt Hoeneß bei den von ihm beharrlich geforderten Reformen wenig Hoffnung, auch weil der frühere DFB-Chef "kein Englisch" spreche. Dies bestritt Zwanziger. "Ich denke, dass meine Englisch-Kenntnisse ausreichen. Und bei der FIFA kommt es auf Sachkompetenz und ehrliche Arbeit an", sagte Zwanziger und meinte mit Blick auf Hoeneß: "Mit Sprüchen allein erreicht man nichts."

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