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Das Seuchenjahr des Michael Schumacher

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Schumacher bleibt auch in Montreal das Pech treu

11.06.2012, 11:22 Uhr | dpa, Motorsport-Total.com

Das Seuchenjahr des Michael Schumacher. Michael Schumacher hat im Jahr 2012 einfach kein Glück. (Quelle: imago)

Michael Schumacher hat im Jahr 2012 einfach kein Glück. (Quelle: imago)

Das Jahr 2012 ist nicht das Jahr des Michael Schumacher. In den sieben bislang gefahrenen Rennen sah der Formel-1-Rekordweltmeister die Zielflagge nur zwei Mal. Auch in Kanada musste Schumi seinen Mercedes vorzeitig in der Box abstellen - der Heckflügel klemmte. (Klicken Sie sich auch durch die Foto-Show "Das Seuchenjahr 2012 des Michael Schumacher")

Nach außen hin gibt sich der 43-Jährige gelassen. "Solche Dinge passieren. Ich weiß, dass meine Jungs und das gesamte Team ihr Bestes geben, und ich weiß, dass sie sich wahrscheinlich mehr ärgern als ich", erklärte Schumacher auf seiner Homepage.

Rosberg bisher immer im Ziel

Fakt ist: Es war Schumachers vierter Ausfall wegen eines technischen Defekts und der fünfte insgesamt in sieben Rennen. "Ich möchte mich bei Michael für diesen neuerlichen technischen Defekt entschuldigen", sagte Teamchef Ross Brawn. Im Team ist man ein wenig ratlos, warum es immer ausgerechnet Schumachers Wagen trifft. Teamkollege Nico Rosberg hat bisher jede Rennrunde absolviert. Mit 67 Punkten liegt er auf Platz fünf, 21 Zähler hinter WM-Spitzenreiter Lewis Hamilton. Schumi hat gerade einmal zwei Pünktchen auf dem Konto.

Für Schumacher hatte das Dilemma schon in der Qualifikation begonnen, als ihn sein Team zu spät noch einmal auf die Strecke schickte. Vier Hundertstelsekunden zu spät löste er die Lichtschranke zu seiner vermeintlich letzten Qualifikationsrunde aus. Er musste diese daraufhin abbrechen. Startplatz neun war die Konsequenz. "Anders als erhofft, entpuppte sich das Wochenende in Montreal als leider nicht ganz störungsfrei für mich", war Schumachers Kanada-Fazit.

Heckflügel, Getriebe, Benzinzufuhr und ein Auffahrunfall

Schon in Bahrain hatte es Probleme am Heckflügel von Schumachers Wagen gegeben. Dort hatte er nach einem Getriebewechsel als Zehnter den zweiten seiner mickrigen zwei Pünktchen geholt. Seit nunmehr drei Rennen sah Schumacher nicht mehr die Zielflagge. "Das ist nicht ein Grundsatzproblem, dass da nicht richtig gearbeitet würde", beteuerte Motorsportchef Norbert Haug.

Die Liste der Defekte und Pannen an Schumachers Grand-Prix-Wochenenden ist lang. Zweimal war es der Heckflügel, zweimal das Getriebe und einmal die Benzinzufuhr. Hinzu kam ein schlecht festgezogenes Vorderrad und Schumachers selbst verschuldeter Auffahrunfall in Spanien.

Haug: "Fluchen bringt gar nichts"

Gefragt ist nun eine sachliche und konzentrierte Problembewältigung. "Wer sich da nicht diszipliniert benimmt, der wird nie etwas bewegen. Brüllen, auf den Tisch hauen und fluchen bringt gar nichts. Allen im Team ist klar, dass wir an seinem Auto endlich die absolute Zuverlässigkeit so darstellen müssen wie an Nicos", sagte Haug.

Schumacher schaltete indes nach dem Wochenende zum Vergessen zum Wochenende der neuen Hoffnung um und schaute nach vorn. "Die Attacke ist nun also verschoben auf Valencia", sagte der siebenmalige Weltmeister mit Blick auf das nächste Rennen in zwei Wochen. Hoffentlich spielt sein Wagen dann mit.

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