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Bundesregierung kritisiert WADA

13.06.2012, 12:50 Uhr | dpa

Bundesregierung kritisiert WADA. Christoph Bergner kritisierte ein Interview von WADA-Generaldirektor David Howman.

Christoph Bergner kritisierte ein Interview von WADA-Generaldirektor David Howman. (Quelle: dpa)

Berlin (dpa) - Die Bundesregierung hat der Nationalen Anti-Doping-Agentur NADA im Streit mit der Welt-Anti-Doping-Agentur WADA Rückendeckung gegeben.

Im Zusammenhang mit der Erfurter Blutmanipulationsaffäre kritisierte Christoph Bergner, Staatssekretär im Bundesinnenministerium (BMI), dass WADA-Generaldirektor David Howman in Interviews der NADA Versäumnisse vorwarf, ohne mit Vertretern des deutschen Sports oder der NADA zu sprechen. "Eine Situation, die ich nur als Versagen beschreiben kann", erklärte Bergner in der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung".

"Die NADA hat die WADA mehrfach und umfassend über die in Erfurt praktizierte Methode informiert sowie die Frage nach deren Verbot gestellt", bestätigte Bergner. Der Brief der WADA, in dem es hieß, was vor dem 1. Januar 2011 stattfand, könne nicht als Verstoß betrachtet werden, leuchte ihm durchaus ein. "Es ist unerträglich, dass dieses Votum nun allein durch Interviews des Generaldirektors infrage gestellt wird", sagte Bergner. "Es wäre bedauerlich, wenn ein offenkundiger Fehler der WADA zu einem Vertrauensverlust der NADA führen würde", fügte er hinzu.

Für Kritik sorgten Bergners Aussagen bei der Opposition. "Ich finde es unerträglich, dass sich Herr Bergner nicht im Sportausschuss, sondern erst in den Medien äußert. Das ist schlechter Stil", sagte Grünen-Abgeordnete Viola von Cramon. Den Antrag von Bündnis 90/Grüne, das Thema am Mittwoch im Ausschuss zu behandeln und Vertreter des BMI, der WADA und der NADA anzuhören, hatte die Koalition abgelehnt. "Wenn man so kurz vor Olympia die Chance zur Aufklärung nicht nutzt, macht das den Eindruck, die Regierung habe viel zu verbergen", kritisierte die sportpolitische Sprecherin der Grünen.

Völlig anders sieht das CDU/CSU-Sportsprecher Klaus Riegert. "Es gibt keinen Grund, das Thema jede Woche neu aufzurufen, wenn es keine neuen Fakten gibt", sagte er und verwies darauf, dass NADA-Chefin Andrea Gotzmann in zwei Wochen Gast im Ausschuss sein werde.

SPD-Sportsprecher Martin Gerster teilt zwar Bergners Auffassung zu Howman, wirft dem Innenministerium aber "schwere Versäumnisse" in der Causa Erfurt vor. "Es ist völlig unbestritten, dass es auch nach dem 1. Januar 2011 Blutbehandlungen mit UV-Strahlen gegeben hat. Und allen ist klar, das dies verboten war. Aber bisher sind keinerlei Konsequenzen daraus gezogen worden. Da fehlen mir die Worte", sagte Gerster am Mittwoch der Nachrichtenagentur dpa. Der SPD-Abgeordnete fordert sowohl finanzielle als auch personelle Konsequenzen. Schließlich seien die verbotenen Behandlungen auch aus Steuermitteln finanziert worden.

Erst am Montag war das erste Schiedsgerichtsverfahren im Zuge der Erfurter Affäre mit einem Freispruch für Eisschnellläuferin Judith Hesse zu Ende gegangen. Die UV-Bestrahlung ihres Blutes am 1. Februar 2011 am OSP Erfurt sei zwar ein Dopingvergehen gewesen, es liege aber kein Verschulden der Athletin vor. Weiter anhängig ist beim Sport-Schiedsgericht das Verfahren gegen den Biberacher Bahnradsportler Jakob Steigmiller.

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