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Volleyball-Nationalmannschaft: "Wie aus EM-Versagern Olympia-Fahrer wurden"

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Das deutsche Volleyball-Wunder

14.06.2012, 13:12 Uhr | t-online.de

Volleyball-Nationalmannschaft: "Wie aus EM-Versagern Olympia-Fahrer wurden". Der Belgier Vital Heynen hat großen Anteil am Erfolg der Volleyball-Nationalmannschaft. (Quelle: imago)

Der Belgier Vital Heynen hat großen Anteil am Erfolg der Volleyball-Nationalmannschaft. (Quelle: imago)

Eine Kolumne von Sebastian Schlichting

1:3 gegen Bulgarien. Aus und vorbei. Die deutsche Volleyball-Nationalmannschaft der Männer beendet die Europameisterschaft als Letzter ihrer Vorrunde. Ohne einen Sieg, mit nur drei gewonnenen Sätzen in drei Spielen. Das bedeutet Platz 15 unter 16 teilnehmenden Teams, lediglich Österreich ist noch schlechter. Deutschlands Volleyballer sind in Prag am Boden angekommen. So die Lage im September 2011.


Rund neun Monate später. Berlin statt Prag. Olympia-Qualifikation statt EM. Und: wundersame Auferstehung statt Desaster. Deutschland schlägt Indien, Kuba und Tschechien und fährt zu Olympia nach London. Als eine von nur drei deutschen Mannschaften neben den Hockey-Teams.

Vergeigte EM als trauriger Höhepunkt

Nun ist es nicht so, dass die Deutschen in einem Schnellkurs das Volleyballspielen erlernt haben. Das konnten sie auch vorher schon. Allerdings zeigten sie es kaum. Die vergeigte EM war da nur der traurige Höhepunkt. Und so griff der Verband zu einem gewagten Mittel: Im Februar musste der glücklose Trainer Raul Lorenzo aus Argentinien gehen und der Belgier Vital Heynen übernahm. Kann das gutgehen, fragten die Skeptiker, kurz vor der letzten Chance auf Olympia den Trainer auszutauschen? Bis heute hat Heynen die Mannschaft insgesamt erst anderthalb Monate um sich herum gehabt.

Einheit mit dem Ziel London

Dass es gutgehen könnte, zeigte sich schon beim Turnier in Sofia im Mai. Deutschland verpasste das Olympia-Ticket nur durch eine knappe Finalniederlage gegen Italien. Aber schon da schien die desaströse EM weit weg. Während unter Vorgänger Lorenzo laut "FAZ" Mannschaft und Trainer "eher nebeneinander als miteinander" gearbeitet hätten, waren sie nun wieder eine Einheit mit einem Ziel: London.

Philosophie als Grundstein des Erfolgs

Mit einem Trainer, der die Richtung vorgibt, aber den Spielern auch viel Verantwortung überträgt. Der die Auffassung vertritt, dass Training Spaß machen soll. Und der einer ganz bestimmten Philosophie folgt. Ihm geht es darum, Punkte des Gegners zu verhindern, also eine erstklassige Verteidigung zu haben. Was im Fußball als von gestern und altbacken abgetan werden würde, führt im Volleyball zu einem großen Spektakel.

"Ich glaube, ich schieß mich heute ab"

Zum Beispiel beim Turnier in Berlin. Die Zuschauer waren am Ende der entscheidenden Partie gegen Tschechien völlig aus dem Häuschen. Und als die Spieler nach dem noch vor kurzem nie für möglich gehaltenen Volleyball-Wunder auch mit allerlei für Leistungssportler eher untypischen Getränken in der Kabine verschwanden, ließ Heynen sie gewähren. "Hammer-Schorsch" Georg Grozer, der Mann mit dem unglaublichen Zug im Arm, gab die Marschroute vor: "Ich glaube, ich schieß mich heute ab."

Topteams warten in London

Am Dienstag dann war Berlin schon weit weg. Die Auslosung für Olympia stand an. Und es wäre übertrieben zu behaupten, dass Heynen an seinem 43. Geburtstag ein tolles zusätzliches Geschenk bereitet worden ist. Weltmeister Brasilien, Olympiasieger USA, Europameister Serbien, World-League-Sieger Russland und Tunesien sind die Gegner. Eine sehr harte Gruppe? Ach was, findet Heynen: "Es ist eine sehr schöne Gruppe." Prag 2011 ist endgültig vergessen, London 2012 wartet.


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