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Formel 1: Michael Schumacher fährt aufs Treppchen

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Schumi versöhnt seine Fans

24.06.2012, 19:25 Uhr | t-online.de

Formel 1: Michael Schumacher fährt aufs Treppchen. Michael Schumacher feiert seinen dritten Platz in Valencia. (Quelle: dpa)

Michael Schumacher feiert seinen dritten Platz in Valencia. (Quelle: dpa)

Darauf haben alle Michael-Schumacher-Fans Jahre gewartet. Beim Großen Preis von Europa erreichte der Rekordweltmeister Platz drei und fuhr erstmals seit seinem Comeback auf das Treppchen. Den Sieg sicherte sich Fernando Alonso, der auf dem Valencia Street Circuit in 01:48,930 Stunden seinen zweiten Triumph 2012 einfuhr und damit die Rekordserie von sieben verschiedenen Siegern in sieben Rennen beendete. Der Lokalmatador, der nur von Platz elf aus in Rennen ging, zeigte sowohl taktisch als auch fahrerisch eine perfekte Leistung und baute seine Führung in der Gesamtwertung aus. Zweiter wurde Kimi Räikkönen. Sebastian Vettel schied aus. (Die deutschen Fahrer in der Einzelkritik)

Schumacher wählte eine andere Taktik als die Piloten vor ihm und startete mit harten Reifen. Dadurch war er zunächst langsamer als die Konkurrenz, doch gegen Ende zahlte sich sein Vorgehen aus, auch wenn Schumacher von den Ausfällen von Vettel, Hamilton, Maldonado und Grosjean profitierte. "Ich habe nicht an das Podium geglaubt. Als ich über die Ziellinie fuhr, fragte ich, auf welchem Platz ich bin. Als man mir sagte, 'Platz drei, Podium', konnte ich es erst gar nicht glauben", sagte er. "Es ist ein wunderbares Gefühl nach so langer Zeit wieder hier zu sein."

Vettel: "Es ist klar, warum das Safety Car auf die Strecke kam"

Zwischenzeitlich war Schumachers dritter Platz in Gefahr. Red Bull hatte Protest gegen ihn eingelegt, weil er bei gelben Flaggen den verstellbaren Heckflügel benutzt haben soll. Die Rennkommissare sahen es jedoch als erwiesen an, dass der Rekord-Weltmeister sein Tempo genügend verringert hatte.



Zuvor sah es lange Zeit danach aus, als würde Vettel als erster Pilot zwei Siege im Jahr 2012 einfahren. Nach einer Safety-Car-Phase jedoch schied der Weltmeisterin Führung liegend aus. Probleme mit der Lichtmaschine waren der Grund. Bis dahin zeigte er eine Dominanz, wie sie seit 2011 nicht mehr zu sehen gewesen war. Nico Hülkenberg zeigte mit Platz fünf eine tolle Leistung, Rosberg wurde sechster. Ähnliches Pech wie Vettel hatte Romain Grosjean. Auch sein Bolide wurde plötzlich langsamer und der Franzose schied aus. Er lag zu dem Zeitpunkt auf Rang zwei.

Vettel war nach dem Aus ziemlich angefressen, warf seine Handschuhe wütend weg und deutete im Interview an, dass das Safety Car auf die Strecke kam, um mehr Spannung zu erzeugen: "Das Safety Car hat uns das Genick gebrochen. Ich denke es ist klar, warum es auf die Strecke herauskam. Es gab keinen Grund, denn es lagen bereits vorher schon Teile auf der Strecke."

Vettel legt Traumstart hin

Bis zu dem Defekt lief es perfekt für Vettel. Der 24-Jährige hatte einen sehr guten Start, behauptete seine Spitzenposition und konnte sofort Abstand zum Zweitplatzierten Hamilton herstellen. Nach sechs Runden hatte Vettel bereits knapp neun Sekunden Vorsprung auf den Briten und baute ihn bis auf 20 aus.

Im Gegensatz zum Weltmeister lief es für Rosberg nicht gut. Der Mercedes-Pilot fiel von Position acht auf elf zurück. Einen noch mieseren Start hatte Jenson Button. Sein McLaren verlor ganze vier Plätze. Alonso gewann drei Plätze, nachdem die Ampel auf Grün gesprungen war.

Während einige der großen Namen weiter hinten im Feld zu finden waren, hießen die Verfolger des Spitzenduos Grosjean, Kobayashi und Maldonado. In Runde zehn schnappte sich als erstes der Franzose den McLaren von Hamilton. Um weiteren Überholmanövern zu entgehen, fuhr der McLaren-Pilot daraufhin erst einmal in die Box.

Senna rettet den Williams spektakulär

Bruno Senna zeigte in Runde 20, wie gut er den Williams beherrscht, als ihn Kobayashi von hinten touchierte. Durch den Schubser stellte sich der Wagen bei hoher Geschwindigkeit 90 Grad quer, Senna konnte ihn jedoch wieder fangen und Schlimmeres vermeiden - ein spektakuläres Manöver.

Der Japaner zertrümmerte seinen Frontflügel bei der Aktion. Die Rennkommissare gaben dem Brasilianer die Schuld an der Kollision und belegten ihn mit einer Durchfahrtsstrafe.

McLaren patzt beim Boxenstopp

Neun Runden später sorgte eine andere Kollision für eine Safety-Car-Phase. Jean Eric Vergne und Heikki Kovaleinen fuhren nebeneinander, als der Franzose plötzlich nach links zog und den Reifen des Finnen berührte und zerstörte. Wegen des vielen Gummis auf der Strecke kam es zum Auftritt von Bernd Mailänder. Nach dem Rennen wurde Vergne von den Kommissaren bestraft. Er muss in Silverstone zehn Plätze zurück und zudem 25.000 Euro Strafe zahlen.

Durch die Safety-Car-Phase verlor Vettel seinen Vorsprung von über 20 Sekunden und in der Boxengasse entstand Chaos, weil jeder nun zum Reifenwechsel reinkam. Die McLaren-Mechaniker ließen Hamilton zu früh vom Wagenheber herunter, so dass er wertvolle Sekunden einbüßte und Plätze verlor.

Strafen auch für Maldonado und Kobayashi

Nachdem das Rennen wieder freigegeben worden war, schien sich die Dominanz des Weltmeisters fortzusetzen. Er behauptete seine Position und zog sofort wieder vorne weg Nach einigen Kehren jedoch wurde der Red Bull plötzlich ganz langsam und das Aus von Vettel war besiegelt. In der vorletzten Runde kam noch zum Ausfall von Hamilton, als er mit Maldonado kollidierte und in die Wand crashte. Maldonado bekam für den Crash rückwirkend eine Durchfahrtstrafe aufgebrummt, die nach Rennende automatisch in eine 20-Sekunden-Zeitstrafe umgewandelt wird. Maldonado fiel damit vom zehnten auf den zwölften Platz zurück.

Der Japaner Kobayashi verliert beim nächsten Rennen in Silverstone fünf Startplätze. Die Rennkommissare bestraften ihn für eine Kollision mit Ferrari-Pilot Felipe Massa.

Glock muss passen

Timo Glock konnte wegen gesundheitlicher Probleme nicht am Rennen teilnehmen. Der Marussia-Pilot leidet unter einer Darminfektion. Glock hatte auch schon die Qualifikation ausfallen lassen und sich stattdessen in ein Krankenhaus in Valencia begeben müssen.

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