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Hochsprung: Ariane Friedrich

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Friedrich kämpft um die verflixten Zentimeter

27.06.2012, 11:12 Uhr | t-online.de

Hochsprung: Ariane Friedrich. Drei Zentimeter fehlen Ariane Friedrich für Olympia 2012. (Quelle: imago)

Drei Zentimeter fehlen Ariane Friedrich für Olympia 2012. (Quelle: imago)

Eine Kolumne von Sebastian Schlichting

Eine Chance bleibt noch. Die wirklich allerletzte. Am Wochenende entscheidet sich, wie Ariane Friedrichs Sommer aussehen wird: Olympia-Teilnahme oder die bittere Zuschauer-Rolle. 195 Zentimeter türmen sich für den Hochsprung-Star bislang wie ein Gebirge vor London auf. Eigentlich wollte sie bei der Leichtathletik-EM in Helsinki einen neuen Anlauf starten, doch Magenprobleme machten ihr einen Strich durch die Rechnung. Bei einem Meeting am Wochenende – Eberstadt bei Heilbronn soll es sein – kämpft Friedrich dann letztmals gegen die 195 Zentimeter.

Auch andere Hoffnungsträger sind noch nicht qualifiziert. Hammerwerfer Markus Esser etwa. Doch er ist zuversichtlich, die fehlenden sieben Zentimeter nun bei der EM draufzupacken. Die Lockerheit Essers war bei Friedrich schon vor der Absage nicht mehr da. Zum "Kopfmenschen" sei sie mutiert, sagte sie kürzlich. Seit Wochen hetzt sie der Olympia-Norm von 1,95 Metern hinterher. In Top-Form, ja selbst ohne diese, normalerweise ein Kinderspiel für die deutsche Rekordhalterin, die schon 2,06 Meter übersprungen hat. Ende Mai war sie mit 1,92 Metern ganz nah an der Norm dran. Aber auch drei weitere Anläufe gingen daneben. Und nun die Absage in Helsinki.

Auch ein neuer Anlauf hat noch nicht geholfen

Das Ungemach begann, als London zumindest zeitlich noch weit entfernt war. Im Dezember 2010, zwei Tage vor Weihnachten, knickte Friedrich im Training um und riss sich die Achillessehne. Die Hallensaison fiel für sie aus, auch die WM 2011. In diesem Jahr endlich das Comeback, aber die alte Form ist noch lange nicht wieder da.

Zusammen mit ihrem Trainer Günter Eisinger stellte sie vor kurzem den Anlauf um. Von neun Schritten auf elf, so wie vor der Verletzung. Der gewünschte Effekt ist noch nicht eingetreten. Sie spüre noch Reserven, sagte Friedrich jüngst. In Helsinki sollten diese Reserven endlich die verflixten fehlenden Zentimeter bringen. Nun aber bleibt nur noch eine Chance. Die wirklich allerletzte.


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